Andreas Renner muss wenige Tage vor dem CDU-Nominierungsparteitag eine Geldauflage erfüllen. Der Grund ist ein falscher Titel in seinem Lebenslauf.

Stuttgart - Der CDU-Politiker Andreas Renner hat wenige Tage vor dem Nominierungsparteitag seiner Partei für die Stuttgarter OB-Wahl einen Dämpfer erhalten. Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Stuttgart muss er eine Geldauflage wegen Titelmissbrauchs erfüllen. Wie die Sprecherin der Behörde am Mittwoch mitteilte, liegt die Summe im unteren vierstelligen Bereich. Grund: Der ehemalige Landessozialminister hatte in einem Schreiben an die CDU-Mitglieder und einem Werbeblatt den Titel Master of Governmental Management geführt.

Mit der Geldauflage werde die Behörde dem öffentlichen Interesse an Strafverfolgung gerecht, sagte die Sprecherin der Behörde. Wegen geringen Verschuldens werde aber keine Anklage erhoben. Die Behörde ließ offen, ob Renner vorsätzlich gehandelt hat. Renner hatte vor einigen Tagen gesagt, der Master-Titel sei einem Übersetzungsfehler geschuldet und ein „blöder Fehler“.

An diesem Samstag stellen sich Renner und der parteilose Unternehmer Sebastian Turner zur Wahl; bei einem Kreisparteitag bestimmen die CDU-Mitglieder, wer von beiden am 7. Oktober für die CDU ins Rennen um die Nachfolge von Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) geht.