CDU im Filderstädter Gemeinderat Zwei Neulinge und ein Rückkehrer verstärken die Fraktion

Rolf Kurfess, Joshua Alber und Tobias Alber (von links) sind neu in der Gemeinderat gewählt worden. Foto: /Caroline Holowiecki

Drei Neuzugänge sitzen auf den insgesamt acht Plätzen der Christdemokraten im Filderstädter Gemeinderat. Wer sind die frisch gewählten Stadträte, und was wollen sie erreichen?

Rund elf Jahre ist es her, dass Rolf Kurfess, seinerzeit Fraktionschef der Freien Wähler im Filderstädter Gemeinderat, von jetzt auf nachher das Gremium verlassen hat. Wutentbrannt. Es gebe sowohl personelle als auch sachliche Differenzen, sagte er im Frühjahr 2013 zu seiner Entscheidung. Später wurde deutlich, dass er sich mehr Unterstützung aus der Fraktion und dem Stadtverband gewünscht hätte.

 

Mit der konstituierenden Sitzung am Montag ist der 59-Jährige in den Filderstädter Gemeinderat zurückgekehrt – jedoch für die CDU. Diese sei „derzeit die einzige Partei, die in meine Richtung geht“, sagt der frühere Lebensmittelhändler aus Plattenhardt. Eine Spitze gegen seine einstige Fraktion kann er sich nicht verkneifen. „Die Freien Wähler sind heute grüner als die Grünen.“ Zehn neue Mitglieder haben die Wählerinnen und Wähler bei der Kommunalwahl am 9. Juni in den Filderstädter Gemeinderat geschickt, drei davon verstärken nun die CDU-Fraktion. Sie belegt künftig acht der insgesamt 32 Sitze und damit einen mehr als zuvor.

Neben Rolf Kurfess nehmen darauf zwei Politik-Neulinge Platz: Zum einen hat es mit Joshua Alber aus Sielmingen ein sehr junger Kandidat sowohl in den Gemeinderat als auch in den Kreistag geschafft. Erst 20 Jahre alt ist der Schüler, trotzdem ist er kein Unbekannter, denn als Mitglied in der örtlichen Feuerwehr, im Jugendgemeinderat und auch als Jungscharleiter ist sein Name vielen in der Stadt ein Begriff. „Als junger Kandidat sticht man auch ein bisschen raus“, sagt er.

Sowohl er als auch sein Großcousin Tobias Alber haben als Politikneulinge bei der Kommunalwahl bemerkenswert viele Stimmen geholt, mehr als etliche langjährige Lokalpolitiker, selbst innerhalb der eigenen Partei. Tobias Alber, 48 Jahre alt und selbstständiger Landschaftsgärtner aus Bernhausen, stand schon vor fünf Jahren auf dem Wahlzettel, war aber knapp gescheitert. „Jetzt habe ich schon die Ambitionen gehabt“, sagt der zweifache Vater. Gut vorbereitet aufs neue Ehrenamt fühlt er sich auch. Er habe zuletzt an den Fraktionssitzungen teilgenommen.

Was sich die drei Männer vorgenommen haben? Der alte Hase Rolf Kurfess – er war früher auch Regionalrat – hat schon ein Thema auf der Agenda. „Der Flächennutzungsplan, der für mich völlig unausgewogen ist“, sagt der Vater zweier Kinder und zweifache Großvater. Nach seinem Geschmack fehlten Potenzialflächen für Gewerbe und Wohnbau. Tobias Alber und Joshua Alber wiederum kommen bei der Frage vor allem Themen wie Vereine und das Ehrenamt, Schulen und die Anliegen Jugendlicher spontan in den Sinn. „Nicht nur gegeneinander, sondern miteinander schaffen, weil man schneller ans Ziel kommt, wenn nicht jeder seinen Stiefel durchdrückt“ – das hat sich Tobias Alber auf die Fahne geschrieben. Rolf Kurfess resümiert: „Das Wesentliche ist: Es geht immer um Filderstadt.“

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