CDU-Parteitag Strobl bleibt Merkels Stellvertreter

Auch Thomas Strobl ist nach seiner Chefin Angela Merkel von den Delegierten in Köln in seinem Amt als stellvertretender CDU-Vorsitzender bestätigt worden. Foto: dpa
Auch Thomas Strobl ist nach seiner Chefin Angela Merkel von den Delegierten in Köln in seinem Amt als stellvertretender CDU-Vorsitzender bestätigt worden. Foto: dpa

Nach der Parteivorsitzenden Angela Merkel hat die CDU auf ihrem Parteitag in Köln auch Baden-Württembergs Landeschef Thomas Strobl als einer ihrer Stellvertreter bestätigt. Die befürchtete Abstrafung nach der Niederlage gegen Guido Wolf blieb damit aus.

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Köln/Stuttgart - Trotz seiner Schlappe bei der Kür des CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl bleibt Baden-Württembergs Landeschef Thomas Strobl stellvertretender Bundesvorsitzender. Der CDU-Parteitag in Köln bestätigte den 54-jährigen Heilbronner am Dienstag mit 75,2 Prozent im Amt. Nach seiner Niederlage gegen Landtagspräsident Guido Wolf bei der Mitgliederbefragung war spekuliert worden, ob Strobl beim Bundesparteitag abgestraft wird.

Das beste Ergebnis der Stellvertreter von Parteichefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel erhielt die rheinland-pfälzische Landeschefin Julia Klöckner mit 96,5 Prozent. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier wurde mit 89,1 Prozent wiedergewählt. Der Chef der NRW-CDU, Armin Laschet, erhielt 76,1 Prozent. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wurde mit 70,5 Prozent als Bundesvize bestätigt. Die CDU wertet Enthaltungen bei der Auszählung als ungültige Stimmen.

In seiner Bewerbungsrede hatte Strobl erklärt: „Es wäre mir eine Ehre gewesen, unseren stolzen Landesverband Baden-Württemberg in diese Landtagswahl zu führen.“ Während des Mitgliederentscheids zur Spitzenkandidatur sei der am Ende siegreiche Kandidat Wolf nie wirklich sein Gegner gewesen. „Ich kenne nur einen Gegner. Und dieser Gegner steht links“, sagte er mit Blick auf die grün-rote Landesregierung. Die Landes-CDU werde geschlossen bleiben. „Und ich persönlich werde in den nächsten Monaten alles, alles, alles daran setzen, dass wir in 15 Monaten Grün-Rot in Baden-Württemberg ablösen und Guido Wolf Ministerpräsident von Baden-Württemberg wird.“

Unterdessen ist noch unklar, welche personellen Veränderungen nun in der Südwest-CDU folgen. Es gilt als wahrscheinlich, dass Wolf nach dem Fraktionsvorsitz im Landtag, dem Landesvorsitz oder nach beidem greift, um eine größtmögliche Schlagkraft im Landtagswahlkampf gegen Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zu erzielen. Strobl, Wolf und Hauk wollten am Rande des Parteitags in Köln Gespräche führen - über Ergebnisse wurde zunächst nichts bekannt.

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