Champions League Leverkusen muss in die Euro League – Bayern mit Rekord

Von red/SID 

Bayer Leverkusen verpasst den Einzug ins Achtelfinale der Champions League. Die Werkself spielt gegen Juventus Turin lange gut mit. Es reichte aber nicht. Derweil behielten die Bayern ihre Weiße Weste.

Cristiano Ronaldo (Mitte) traf zum 1:0 gegen Bayer. Foto: AP/Martin Meissner
Cristiano Ronaldo (Mitte) traf zum 1:0 gegen Bayer. Foto: AP/Martin Meissner

Leverkusen - Bayer Leverkusen hat das Achtelfinale der Champions League verpasst und steigt in die Europa League ab, Bayern München beendete die Vorrunde als erster deutscher Klub mit der Maximalausbeute. Die Werkself verlor gegen Juventus Turin mit Superstar Cristiano Ronaldo 0:2 (0:0) und schloss die Gruppe D als Tabellendritter ab. Der deutsche Fußball-Rekordmeister feierte in der Gruppe B beim 3:1 (2:1) gegen Tottenham Hotspur den sechsten Sieg im sechsten Spiel.

Kingsley Coman (14.) brachte die Münchner in Führung. Ryan Sessegnon (20.) glich für die Gäste aus London, die als Tabellenzweiter ebenfalls ins Achtelfinale einzogen, aus. Thomas Müller (45.) und Philippe Coutinho (64.) sicherten den Bayern den historischen Erfolg. Zuvor hatte kein Bundesligist mehr als 15 Punkte in der Gruppenphase verbucht. Zugleich gelang den Münchnern nach zwei Niederlagen in der Bundesliga die angestrebte „Initialzündung“.

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Ronaldo (75.) und Gonzalo Higuain (90.+2) besiegelten die vierte Leverkusener Niederlage. Durch das 2:0 Ende November bei Lokomotive Moskau hatte Bayer immerhin das Überwintern im Europacup perfekt gemacht.

Nur ein Sieg gegen den italienischen Rekordmeister und ein Patzer von Atletico Madrid gegen Moskau hätten Bayer noch den Einzug in die K.o.-Runde beschert. Die frühe Führung der Spanier gegen die Russen, die die Bayer-Fans natürlich mitbekommen hatten, drückte die Stimmung auf den Rängen merklich.

Ronaldo wird nicht geschont

Damit verpasste es Bayer, sich als drittes Team nach Newcastle United (2002/03) und Atalanta Bergamo im laufenden Wettbewerb nach drei Auftaktpleiten in der Gruppenphase noch für die K.o.-Runde der Königsklasse zu qualifizieren.

Bei den Gästen stand die 41 Jahre alte Torwart-Legende Gianluigi Buffon zwischen den Pfosten, Ronaldo spielte im Angriff neben dem argentinischen Ausnahmestürmer Higuain. Lediglich in der Defensive hatte Trainer Maurizio Sarri einige Akteure aus der zweiten Reihe aufgeboten.

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Der Bayern-Sieg war wohl teuer erkauft: In der 24. Minute gab das linke Knie von Coman bei einem Spurt an die Außenlinie plötzlich nach, augenscheinlich verletzte sich der Franzose schwer. Die Münchner müssen bereits längerfristig auf Niklas Süle und Lucas Hernandez verzichten.

Den ausstehenden Bundesligaspielen gegen Werder Bremen, beim SC Freiburg und gegen den VfL Wolfsburg können die Bayern trotz der Ausfälle nun wieder etwas zuversichtlicher entgegen sehen. Nach der Winterpause, in der sich auch die Zukunft von Trainer Hansi Flick entscheiden soll, warten auf den Rekordmeister im Achtelfinale der Champions League unter anderem Gegner wie Real Madrid, die SSC Neapel oder der FC Chelsea.

Vom glanzvollen 7:2 im Hinspiel gegen Tottenham waren die Münchner zum Abschluss der Vorrunde weit entfernt. Doch obwohl sie längst als Gruppensieger für die K.o.-Runde qualifiziert waren, gingen sie ordentlich zur Sache gegen die Mannschaft von Jose Mourinho, der seinerseits auf Stars wie Harry Kane oder Dele Alli verzichtet hatte. Auch mehr Treffer wären erneut möglich gewesen. Allerdings war das Spiel der Bayern phasenweise auch geprägt von Unsicherheiten in der Abwehr.