Chat-Panne der Trump-Regierung Militärpläne im Gruppenchat? Die Lage ist zu ernst zum Lachen

US-Präsident Donald Trump – hier mit seinem Verteidigungsminister Pete Hegseth – spielt die Panne herunter. Foto: AFP/Annabelle Gordon

Mitglieder der US-Regierung fügen versehentlich einen Journalisten zu ihrem ungesicherten Gruppenchat mit Geheiminfos hinzu. Die Nachrichten verraten viel über die Eignung der Regierung Trumps – und deren Sicht auf Europa, meint Korrespondent Thomas Spang.

Wäre die Lage nicht so ernst, könnte der Chat-Leak der Trump-Regierung als feinste Real-Satire durchgehen. Da kommuniziert das für die nationale Sicherheit zuständige Team des US-Präsidenten über einen ungesicherten Kanal Kriegspläne und niemand fragt sich, wer der Chat-Teilnehmer ‚JG’ ist. Der entpuppt sich nun als der Journalist Jeffrey Goldberg.

 

Wohl aus Versehen fügte ihn der Nationale Sicherheitsberater Michael Waltz dem Trump-Zirkel hinzu – und gab ihm Einblick in das pubertäre Verhalten derjenigen, die für Amerikas Sicherheit zuständig sein sollten. Allen voran Verteidigungsminister Pete Hegseth. Der Ex-Moderator bestätigt schlimmste Befürchtungen über seine mangelnde Eignung, wenn er Militärpläne herumposaunt und damit das Leben von US-Soldaten riskiert. Der Präsident selbst tut indes so, als sei nichts geschehen.

Auch über die Europa-Feindlichkeit der Runde spricht der Chat Bände, rät doch Vizepräsident J. D. Vance von einem Schlag gegen die Huthi-Miliz ab, weil dies auch der EU helfen würde. So peinlich der Leak sein mag, nicht nur aus europäischer Sicht ist die Lage zu ernst, um sich darüber zu amüsieren.

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