Chipkarte Polygo VVS setzt auf E-Ticket statt Verbundpass und Wertmarke

Von Wolfgang Schulz-Braunschmidt 

Beim VVS soll die Chipkarte Polygo nach und nach den Verbundpass und die Wertmarke ablösen. Das E-Ticket bietet zusätzliche Funktionen – bis Ende 2017 sollen alle Kunden mit Zeitkarte das E-Ticket nutzen.

Beim Testbetrieb in Ludwigsburg muss  die neue VVS-Chipkarte Polygo im Linienbus nur kurz an das Lesegerät gehalten werden. Foto: VVS
Beim Testbetrieb in Ludwigsburg muss die neue VVS-Chipkarte Polygo im Linienbus nur kurz an das Lesegerät gehalten werden. Foto: VVS

Stuttgart - Rund 300 Ludwigsburger Schüler haben seit geraumer Zeit keinen VVS-Verbundpass mit Wertmarke mehr. Die jungen Testkunden des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) müssen beim Einsteigen in die Omnibusse der Verkehrsbetriebe nur noch eine Chipkarte (E-Ticket) vor ein Lesegerät halten.

„Der Test läuft gut, alles funktioniert“, freut sich VVS-Geschäftsführer Horst Stammler, denn der Verbund setzt künftig alles auf eine elektronische Chipkarte namens Polygo. Dieser Begriff soll verdeutlichen, dass mit dem neuen Ausweis auch andere Mobilitätsangebote – etwa Leihwagen und -räder sowie Dienstleistungen und Ladestationen für Elektroautos auf Wunsch genutzt werden können. „Bis Ende 2017 möchten wir die Verbundpässe und Wertmarken von unseren 500 000 Kunden mit Zeitkarten durch diese Chipkarte ersetzen“, erklärt Stammler.

Eine Umstellung in dieser Größenordnung sei allerdings nur schrittweise möglich. Deshalb hat der Verbund in den vergangenen Wochen zuerst die rund 250 000 Inhaber von Jahreskarten angeschrieben und sie gebeten, ihr VVS-Abonnement auf die Chipkarte umzustellen. „Dafür muss uns der Kunde ein aktuelles Passfoto liefern und seinen üblichen Fahrtweg angeben“, erklärt Stammler. Dabei sei nur wichtig, wie viele Zonen die Strecke umfasse. Die Rückmeldung könne online über das Internet oder per Brief erfolgen. Bei den Monats- und anderen Zeitkarten, die später umgestellt würden, laufe das Verfahren genauso ab.

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