In Ihrem neuen Film geht es um die permanente Katastrophe, zu der ein Familien-Urlaub werden kann. Was sind Ihre Erinnerungen an die Urlaube Ihrer Kindheit?
So wirklich Urlaub mit der Familie habe ich eigentlich nie gemacht, weil ich das einzige Kind einer alleinerziehenden Mutter war. Das einzige, woran ich mich erinnern kann, war eine Reise nach Tijuana in Mexiko. Ich war als Kind auch oft in Manhattan, um mir die Broadway-Shows anzusehen. Ich bin so gerne mit der U-Bahn gefahren und durch die Straßen gelaufen, diese Straßen mit dem typischen New-York-Geruch. Viele Leute meinen ja, es stinkt. Aber ich liebe diesen Geruch.
Weil er mit Kindheitserinnerungen verbunden ist?
Ja, meine Kindheit war wirklich schön. Ich war ständig im Theater, in Musicals. Ich glaube, ich habe alles gesehen, was damals aufgeführt wurde und das in Originalbesetzung. Das hat mein ganzes weiteres Leben inspiriert.
Mit der Fernsehserie „Eine schrecklich nette Familie“ wurden Sie weltweit bekannt. Wie hat sich Ihr Leben dadurch verändert?
Ich stand ja schon als Kind vor der Kamera, deswegen hat sich mein Leben eigentlich gar nicht so sehr verändert. Mir kommt es vor, als hätte ich zu diesem Zeitpunkt schon ein Leben lang gearbeitet. Ich hatte auch schon vorher in zwei Fernsehserien mitgespielt, die allerdings kein Mensch sehen wollte. Mit drei Jahren habe ich bereits Radiowerbung gemacht. Ich dachte nie: Ich will Schauspielerin werden. Ich bin da hinein gerutscht. Und mein Traum war dann immer der Broadway.
Aber vorher mussten Sie nicht mit der geballten Aufmerksamkeit der Fans und der Öffentlichkeit umgehen.
Von dieser Art von Nebeneffekten meines Berufes habe ich mich immer fern gehalten. Es war auch einfach eine andere Zeit. Die Leute haben einen damals nicht so belästigt, wie es heute üblich ist. Es scheint ja keine Grenze mehr zu existieren. Man meint, überall unaufgefordert die Privatsphäre von Schauspielern stören zu können, um Fotos zu machen. Alle sind der Meinung, das sei irgendwie Teil meines Jobs, über den ich mich nicht beschweren sollte. Das war damals undenkbar. Natürlich bin ich mit meinen Freunden auch mal in die typischen Teenager-Schwierigkeiten geraten und das nicht zu selten. Aber glücklicherweise weiß niemand davon und ich werde es garantiert nicht erzählen.