Christliche Gemeinde Maubach Neues Gemeindezentrum an der B14 geplant
Der Gemeinderat hat die Weichen für einen Ausbau der Christlichen Gemeinde Maubach gestellt. Am Standort des Alten Schulhauses an der B14 soll ein Gemeindezentrum entstehen.
Der Gemeinderat hat die Weichen für einen Ausbau der Christlichen Gemeinde Maubach gestellt. Am Standort des Alten Schulhauses an der B14 soll ein Gemeindezentrum entstehen.
Der Christlichen Gemeinde Maubach fehlt der Platz. Am Standort des Alten Schulhauses an der B14 im Backnanger Teilort Maubach will sie ihr Gelände deshalb erweitern und modernisieren. Geplant ist ein neues Gemeindezentrum, das bisherige Gebäude ersetzt und ergänzt.
Die planungsrechtlichen Voraussetzungen dafür hat der Gemeinderat Backnang bereits geschaffen. Grundlage sind ein Bebauungsplan sowie eine parallel eingeleitete Änderung des Flächennutzungsplans, die den Ausbau am bisherigen Standort ermöglichen sollen.
In den vergangenen Jahren ist die Gemeinde stetig gewachsen. Heute zählt die Christliche Gemeinde Maubach rund 350 Mitglieder, darunter 220 Kinder und Jugendliche. Die Gemeinde ist eine Freikirche, also eine kirchliche Gemeinschaft, die organisatorisch unabhängig von den großen Landeskirchen arbeitet und sich überwiegend durch Spenden finanziert. Ein Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit jungen Menschen und Familien. Die Christliche Gemeinde in Maubach ist Mitglied bei ACK Backnang (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Backnang).
Neben den Gottesdiensten gibt es unter der Woche zahlreiche Angebote, etwa im sportlichen, musikalischen oder medienpädagogischen Bereich. „Wir stoßen räumlich an unsere Grenzen“, sagt der Vorsitzende Thomas Schnaitmann. Die bestehenden Gebäude seien funktional überholt und für das heutige Gemeindeleben nicht mehr ausreichend. An Sonntagen zum Beispiel kommen mehrere Veranstaltungen parallel zusammen, darunter auch Angebote für Kinder in verschiedenen Altersgruppen. Für einzelne Gruppen nutzt die Gemeinde inzwischen externe Räume, etwa in der Talschule Waldrems.
Das Alte Schulhaus wurde bereits durch einen Gemeindesaal ergänzt, der Anfang der 1990er Jahre errichtet wurde. Doch auch diese Flächen reichen inzwischen nicht mehr aus, um alle Angebote unterzubringen.
Die Entscheidung für den Ausbau am Standort an der B14 ist das Ergebnis eines längeren Prozesses. Über viele Jahre hinweg hatte sich die Christliche Gemeinde Maubach auch mit alternativen Grundstücken in Backnang und der Umgebung befasst. Mehrere Optionen wurden geprüft, ließen sich jedoch nicht realisieren, erzählt Schnaitmann.
Nach Gesprächen mit der Stadt entstand schließlich die Perspektive, den bestehenden Standort weiterzuentwickeln. Veränderte Rahmenbedingungen, unter anderem im Zusammenhang mit der Neutrassierung der B14, spielten dabei eine Rolle.
Das Alte Schulhaus wird seit den 1980er Jahren von der Christlichen Gemeinde genutzt und ist seit 1984 in ihrem Besitz. In den unteren Stockwerken befinden sich Gruppen- und Funktionsräume, in den oberen Etagen wohnen Mitglieder der Gemeinde. Das Gebäude gilt aus städtebaulicher Sicht als prägend und soll erhalten, grundlegend saniert und energetisch auf einen aktuellen Stand gebracht werden.
Künftig soll das Schulhaus weiterhin für Gemeindearbeit genutzt werden, unter anderem für Medien-, Technik- und Bildungsangebote. Im Erdgeschoss ist zudem eine Küche vorgesehen, etwa für größere Veranstaltungen.
Alle übrigen Bestandsgebäude auf dem Gelände sollen abgebrochen werden. Südlich des Schulhauses ist ein Neubauensemble geplant, das den bestehenden Baukörper einbindet.
Herzstück des geplanten Ensembles soll ein großes gemeinsames Foyer werden. Es verbindet das Alte Schulhaus mit dem neuen Gemeindesaal, der Sporthalle und weiteren Nutzungen. Vorgesehen ist ein überdachter Treffpunkt, der als zentraler Zugang und Verbindungsraum dient und unter einem sogenannten Biodiversitätsdach entsteht.
Geplant sind ein neuer Gemeindesaal, eine Sporthalle und ein „Haus der Jugend“ sowie weitere Räume für Seminare, Gruppenangebote und Gemeindearbeit. Alle Neubauten sollen zweigeschossig ausgeführt werden. Nach Umsetzung des Projekts stehen der Gemeinde insgesamt rund 4300 Quadratmeter Fläche zur Verfügung.
Zudem sind ausreichend dimensionierte Parkplätze vorgesehen, abgestimmt auf das Bauvolumen und den künftigen Bedarf. Die Sporthalle ist in erster Linie für die eigene Gemeindearbeit gedacht. Zugleich zeigt sich die Gemeinde offen, die Halle bei entsprechender Nachfrage auch anderen Vereinen zur Verfügung zu stellen, sofern sich dies mit den eigenen Nutzungszeiten vereinbaren lässt.
Mit den gefassten Beschlüssen beginnt nun das Bebauungsplanverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung. Parallel dazu wird die Änderung des Flächennutzungsplans vorbereitet.
Geht alles nach Plan, könnte der Bau frühestens nach den Sommerferien oder im Herbst dieses Jahres beginnen. Die Bauzeit wird auf rund ein Jahr geschätzt. Zu den Kosten des Projekts macht Schnaitmann keine konkreten Angaben. Er betont jedoch, dass die Finanzierung gesichert sei.