Cityring in Stuttgart Mehr Fahrspuren ins Europaviertel

Von Wolfgang Schulz-Braunschmidt 

An der Heilbronner Straße fällt im Mai der Startschuss für den neuen Cityring: Die Kreuzung mit der Wolframstraße wird ausgebaut, um die Verkehrsströme in das neue Einkaufszentrum Milaneo und das Europaviertel bewältigen zu können.

Künftig soll es auf der Heilbronner Straße drei Geradeausspuren geben. Der Cityring führt um das Europaviertel herum. Derzeit geht es am Ring aber noch ziemlich eng zu, wie die folgenden Eindrücke zeigen. Foto: Michael Steinert 7 Bilder
Künftig soll es auf der Heilbronner Straße drei Geradeausspuren geben. Der Cityring führt um das Europaviertel herum. Derzeit geht es am Ring aber noch ziemlich eng zu, wie die folgenden Eindrücke zeigen. Foto: Michael Steinert

Stuttgart - A n der Ecke Heilbronner/Wolframstraße fällt im Frühsommer der Startschuss für den ersten Bauabschnitt des neuen Cityrings. Wenn der Gemeinderat wie geplant am 21. März den Baubeschluss fasst, sollen Ende Mai die Bauarbeiter anrücken, um die Kreuzung Heilbronner/Wolframstraße bis Ende 2014 auszubauen. An dieser Ecke öffnet im Frühjahr 2015 das 550 Millionen Euro teure Einkaufszentrum Milaneo mit mehr als 200 Geschäften, 415 Mietwohnungen, 1680 Parkplätzen sowie einem Hotel mit 160 Betten seine Türen. Der stark befahrene Knotenpunkt zwischen Heilbronner, Türlen- und Nordbahnhofstraße soll für 6,5 Millionen Euro fit gemacht werden, um die Verkehrsströme in das neue Europaviertel zu bewältigen. Etwa 60 Prozent der Kosten trägt die Bahn, den Rest die Stadt.

Dort ist künftig viel mehr Blech unterwegs: Ein im Auftrag der Stadt 2011 erstelltes Gutachten prognostiziert für die Heilbronner Straße eine Zunahme von 25 Prozent auf täglich 64 000 Fahrzeuge. In der Wolframstraße, über die auch der Besucher- und Lieferverkehr für das Europaviertel läuft, legt der Verkehr um 41 Prozent auf rund 27 000 Wagen zu. „Wir haben die Kapazität der Kreuzung so dimensioniert, dass auch noch die Schließung der Straße Am Schlossgarten kompensiert werden kann“, sagt Jochen Hutt, der Leiter der Verkehrsabteilung beim Tiefbauamt. „Das erklärte Ziel ist, lange Staus zu vermeiden.“

Die neu gestaltete Kreuzung muss sich später auch als Teil des neuen Cityrings bewähren. Denn um die große neue Geschäfts- und Wohnwelt hinter den Hauptbahnhof künftig gut zu Fuß erreichen zu können, soll weniger Verkehr über den Arnulf-Klett-Platz und die Schillerstraße rollen. „Der Rückbau vor dem Hauptbahnhof ist ein wichtiges Thema“, sagt Stephan Oehler, der Leiter der Verkehrsabteilung im Stadtplanungsamt. Es gebe für den Arnulf-Klett-Platz und die Schillerstraße aber noch keine konkreten Pläne. Das Bahnhofsvorfeld werde beruhigt, bleibe aber für Taxen, Busse, Anlieger und Zulieferer weiterhin befahrbar.

Der neue, 6,3 statt 4,2 Kilometer lange neue Cityring wird künftig über die Wolframstraße verlaufen. Diese wird in beiden Richtungen auf zwei Fahrspuren ausgebaut. Für die Anbindung der Wagenladungsstraße, die das Einkaufszentrum Milaneo und das Europaviertel erschließt, ist zudem ein neuer ampelgeregelter Kreuzungspunkt erforderlich.

Sonderthemen