Climbmax-Halle Verzögerung treibt Kosten in die Höhe

Von Bernd Zeyer 

Die Climbmax-Halle an der Stammheimer Straße 41 kann erst im November eröffnet werden.

Bald kann Maximilian Wörner in die Kletterwand einsteigen. 2008 war er Deutscher Juniorenmeister im Sportklettern. Foto: Zeyer
Bald kann Maximilian Wörner in die Kletterwand einsteigen. 2008 war er Deutscher Juniorenmeister im Sportklettern. Foto: Zeyer

Zuffenhausen - Eigentlich hätte es an der Stammheimer Straße 41 schon in diesem Monat hoch hinaus gehen sollen. Kletterfreunde müssen sich allerdings noch bis November gedulden: Die Eröffnung einer der größten Indoor-Kletterhallen in Deutschland verzögert sich. Wegen des Brandschutzes hatte der künftige Betreiber, die Firma Climbmax, den ursprünglichen Bauantrag zurückziehen und einen neuen einreichen müssen.

„Seit zirka zwei Monaten haben wir endlich alle erforderlichen Genehmigungen“, sagt Maximilian Wörner. Zusammen mit Christian und Claus Benk sowie Timo Preußler hat der junge Mann eine Menge Geld in die Kletteranlage gesteckt. Wie groß die investierte Summe ist, möchte er nicht sagen. Er räumt aber ein, dass die Verzögerung die Kosten für das Projekt um rund eine halbe Million Euro in die Höhe treiben. „Wir sind finanziell an unserer Grenze“, erläutert Wörner. Seiner Meinung nach hätte es gar nicht so weit kommen müssen: „Von der Stadt hätte ich mir mehr Kooperation gewünscht.“ Das vorgelegte Brandschutzkonzept mit verschiedenen Optionen wäre nicht akzeptiert worden, obwohl die Verwaltung sich die ihr am besten geeignete Option hätte aussuchen können. Stattdessen haben die Investoren dann ein überarbeitetes Konzept vorlegen müssen. Zudem, so kritisiert der Deutsche Juniorenmeister 2008 im Sportklettern, wäre eine schnellere und weniger bürokratische Bearbeitung des Projektes im Baurechtsamt mehr als wünschenswert gewesen.

Die momentane Verzögerung ist freilich nicht die einzige. Eigentlich hätte die Halle bereits im September 2011 öffnen sollen, doch schon damals hatte es Probleme mit den Brandschutzauflagen gegeben. Außerdem ist die Größe des Projektes immer weiter gewachsen. Auf dem gut 2500 Quadratmeter großen Gelände, auf dem früher eine Großbäckerei gestanden hatte und das der Firma Jaus gehört, sind eine Kletter- und eine Boulderhalle mit zusammen 3000 Quadratmeter Kletterfläche für bis zu 500 Sportler gleichzeitig gebaut worden. Dabei geht es bis zu knapp 15 Meter hoch hinaus. Seminarräume und ein Bistro ergänzen die Anlage. 35 bis 40 neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Geschäftsführer der Anlage wird Erwin Marz sein, ein international bekannter Sportkletterer.

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