InterviewClubkultur in Stuttgart: Femke Bürkle von der Romantica „Wir hoffen auf kleine Open Airs“

Femke Bürkle ist Geschäftsführerin des Clubs Romantica an der Hauptstätter Straße. Foto: privat
Femke Bürkle ist Geschäftsführerin des Clubs Romantica an der Hauptstätter Straße. Foto: privat

Wir stellen Betreiberinnen und Betreiber von Clubs und Livespielstätten und ihren Umgang mit der Krisensituation vor. Dieses Mal: Femke Bürkle vom Club Romantica.

Kultur: Kathrin Waldow (kaw)
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Stuttgart - Wie stehen Clubs und Livespielstätten in Stuttgart die lange Zeit der Schließung aufgrund der Pandemie durch? Und wie geht es raus aus der Krise? Wir haben uns unter Betreiberinnen und Betreibern umgehört. Dieses Mal: Femke Bürkle (42) vom Club Romantica.

Wann öffnen Sie wieder?

Das können wir zum heutigen Zeitpunkt nicht beantworten, das hängt davon ab, wann ein Tanzbetrieb wieder erlaubt sein wird. Da wir leider keinen Außenbereich haben und reiner Barbetrieb aufgrund unserer geringen Größe und der aktuellen Auflagen wirtschaftlich nicht tragbar ist, müssen wir weiter ausharren.

Gibt es dennoch ein anstehendes Event in alternativer Form?

Wir hoffen auf kleine Open Airs, wo die Stadt den Clubs Freiflächen zur Verfügung stellen wird.

Renovierung oder Staubschlacht? Was ist im Club während der Lockdowns passiert?

Wir hätten diese Zeit sehr gerne für unseren langersehnten Umbau genutzt, doch durch die finanzielle Unsicherheit wurde uns erst mal ein Strich durch die Rechnung gemacht. Anfangs haben wir einige eigene Livestreams gesendet, dann auch bei „United We Stream“ mitgewirkt, eine Comedy-Show mit Benjamin Hille wurde bei uns aufgenommen, verschiedene Fotoshootings, Musikvideodrehs, eine Wahlveranstaltung, einige Interviews mit Fernsehsendern und diversen Zeitungen und, nicht zu vergessen, die ein oder andere Ausbesserungsarbeit.

Wie haben Sie sich finanziell in der Zeit der Schließungen über Wasser gehalten?

Erst durch Rücklagen, dann staatliche Hilfen, Förderungen und Spenden.

Was nehmen Sie aus der Pandemie für den Clubbetrieb mit?

Es war auch eine Zeit der Entschleunigung und der Reflexion. Wir wissen wieder mehr zu schätzen, was uns in der Zeit der Entbehrung gefehlt hat, und wir sollten mehr darauf achten, die Belange der Menschen ernst zu nehmen und toleranter im Umgang mit ihnen zu sein.

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