CMT 2018 Im Rundflug durch die schönsten Urlaubsregionen

Von Elke Rutschmann 

Die virtuelle Welt hält auch auf der CMT Einzug. Besonders der erstmals vertretene Bereich Thermik lockt viele Besucher auf der Messe an.

Den Bereich Thermik, mit einem Simulator für Gleitschirmflüge, gibt es in diesem Jahr erstmals auf der CMT. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski 12 Bilder
Den Bereich Thermik, mit einem Simulator für Gleitschirmflüge, gibt es in diesem Jahr erstmals auf der CMT. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Der Mann sitzt in einem schwarzen Sitz, trägt Gurtzeug und hantiert an den beiden Bremsleinen, die an einem Gestell aufgehängt sind. Der Blick ist auf den Bildschirm vor ihm gerichtet und er überfliegt mit einem Gleitschirm gerade ein beeindruckendes Bergpanorama. Der Simulator in der Halle 10 auf der CMT macht es möglich - willkommen in der virtuellen Welt.

Mit den Bremsleinen kann er das leichte Fluggefährt lenken. Sie werden über Elektromotoren eingezogen bzw. ausgefahren und simulieren so die situationsabhängigen Steuerkräfte. Der Besucher zieht gerade an der rechten Leine und kippt auch gleichzeitig den ganzen Körper nach rechts, dabei muss er zudem das linke Bein hochheben. Schon fliegt er eine enge Kurve. Das erfordert Konzentration und Koordination. Und das ist nicht so einfach, wenn man von den zahlreichen Messegästen dabei beobachtet wird.

CMT erstmals mit Bereich „Thermik“

Der Andrang ist groß. Kein Wunder, schließlich ist der Bereich Thermik zum ersten Mal auf der CMT vertreten. Der Simulator ist für Anfänger gleichermaßen geeignet wie für erfahrene Flieger, die ihr Reaktionsvermögen in unfallträchtigen Situationen interaktiv und völlig gefahrlos trainieren wollen. Und wer Gefallen daran findet, kann gleich einen Schnuppertag bei einem der zahlreichen Anbieter buchen, um das Ganze in freier Natur mit einem Tandemlehrer auszuprobieren.

Die Naturgewalten kann man auch bei einem Urlaub im Trentino erleben, der sich diesmal als Partnerregion für den Caravaningbereich präsentiert. Caravaning hat längst das Image des biederen und spießigen Urlaubs abgestreift und auch die Campingplätze haben sich weiterentwickelt und bieten teilweise Sterneniveau auch und gerade im Trentino. Den Stand im Stile eines Holzhauses findet man in der Halle neun. Das bekannteste Gewässer ist der Gardasee, ein Eldorado für Surfer, aber es laden noch 300 weitere Gewässer zum Urlauben ein.

Wer es wild mag kann sich in die tobenden Wasser des Flusses Noca stürzen und ihn paddelnd mit einem Kanu, einem Hydrospeed oder auf einer Raftingtour bewältigen. Das Trentino lockt aber auch mit den Dolomiten, die von der Unesco als Weltkulturerbe erklärt wurden. Im Westen kann man den Gletscher des Adamello bestaunen, im Osten die wunderschöne Marmolata, die als Königin dieser einzigartigen Bergwelt gilt. Wer sich nach sportlicher Betätigung erholen will, kann in eines der neun Thermalbäder eintauchen. Die Region ist aber auch bekannt für seine hervorragende Gastronomie – auf dem Rundgang testen Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn und Guido Wolf, Minister für Justiz und Europa einen Schluck von einem erlesenen Weißwein.

Baumkuchen und andere Vorzüge

Baumkuchen und kleine gefüllte Tomaten wird den prominenten Gästen beim Partnerland Ungarn in Halle vier serviert. Rund 22 Millionen Touristen besuchen jedes Jahr das Land – besonders beliebt ist die Hauptstadt Budapest an der Donau, die zu den schönsten in Europa zählt. Inzwischen hat es sich auch als Wellnessland einen Namen gemacht, vor allem in Budapest laden die Thermalbäder zum Entspannen ein. Deutschland ist dabei einer der wichtigsten Fremdenverkehrsmärkte. Das hat Tradition und lässt sich auch aus der Geschichte ableiten: Vor dem Mauerfall 1989 sei Ungarn am Plattensee auch ein Treffpunkt von Touristen aus der BRD und der DDR gewesen, erzählt ein Vertreter von der ungarischen Tourismus Akademie. Mit fast 600 Quadratkilometer Fläche ist er größer als der Bodensee.

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