Comic Con in Stuttgart Besuch von MacGyver und dem Hulk

Von Frank Rothfuss 

Ramsay Bolton trifft Mac Gyver, von der Enterprise lassen sich Data und Commander Ryker zur Landesmesse beamen. Bei der Stuttgarter Comic Con sind Stars aus Film und Fernsehen zu Gast.

Genialer Bastler: Richard Dean Anderson als  MacGyver Foto: Paramount/Universal
Genialer Bastler: Richard Dean Anderson als MacGyver Foto: Paramount/Universal

Stuttgart - MacGyver ist im Haus. Der geniale Heimwerker erkundet bereits die Landesmesse auf den Fildern. Und wer eine Atombombe mit einer Büroklammer entschärfen kann, der findet auch dort was zu reparieren. Nicht nur für den Hausmeister der Landesmesse ist das eine gute Nachricht, auch für die Fans des amerikanischen Agenten mit dem blondierten Vokuhila, der in den 80er Jahren im Fernsehen stets die Welt rettete.

Im Vorjahr hatte ja Chuck Norris seinen Besuch bei der Stuttgarter Comic Con kurzfristig abgesagt. Heuer ist der Star also sicher zu sehen. Richard Dean Anderson alias MacGyver hat sich rechtzeitig nach Stuttgart aufgemacht. Für 70 Euro kann man sich mit ihm fotografieren lassen, für 399 Euro mit ihm essen gehen. Wobei man vorsichtig sein muss, er nutzt Schokolade gerne zum Stopfen von Löchern in Gastanks und dichtet zerschossene Kühler mit Eiern ab.

Mit Lego als Pirat in die Karibik segeln

Auch der Hulk ist bereits da. Lou Ferrigno spielte bis 1982 den grünen Kraftprotz in 82 Fernsehfilmen. Damals, in grauer Vorzeit, als Superhelden nur pickligen Jünglingen vorbehalten waren. Heute sind die Superhelden den Comicseiten entsprungen und auf den Leinwänden allgegenwärtig. Deshalb beschäftigt man sich auf der Comic Con nicht nur mit Bildergeschichten, sondern mit dem weiten Feld der Popkultur. Comicverlage präsentieren sich mit Heften und Zeichnern, einen Fantastischen Markt gibt es mit Schmiede und „Schneiderey“, aus Lego werden Szenen aus „Star Wars“ und „Fluch der Karibik“ gebaut. Zudem gibt es die Cosplayer. Jene Menschen, die sich als Figuren aus Filmen, Serien und Comics verkleiden. Sie zeigen ihre Kostüme, können sich Tipps bei Profis wie Make-up-Artisten holen.

Der Hulk wurde als Kind gemobbt

Den brauchte auch Brent Spiner. Für seine Rolle als Android Data in „Star Trek – The Next Generation“. Wer ein Autogramm von ihm möchte, muss 50 Euro zahlen, ein Foto gibt es für 60 Euro. In derselben Preisklasse bewegt sich Kollege Jonathan Frakes, als Commander Riker mit an Bord der Enterprise. Iwan Rheon war als Ramsay Bolton der Bösewicht bei „Game of Thrones“, für ihn muss man 55 und 60 Euro anlegen. Lou Ferrigno gibt’s billiger, den Schriftzug für 40 Euro, das Foto für 30 Euro. Ferrigno hat übrigens eine bemerkenswerte Vita. Durch eine Mittelohrentzündung fast taub, tat er sich schwer mit Sprechen. Und erntete deshalb von anderen Kindern Hohn und Spott. Seine Reaktion: Er pumpte Eisen, wurde kräftiger und kräftiger, dann als Mr. Universum der stärkste Mann der Welt und schließlich der Hulk.

Wer sich übrigens Sorgen wegen der Hitze macht, die Messe lässt ausrichten, man dürfe seine Getränke mitbringen. Und sollte die Klimaanlage ausfallen, kein Problem, MacGyver ist ja im Haus.

Wochenendticket kostet 48 Euro

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