Copa America Argentinien wird Dritter – Messi sieht Rot

Von red/SID 

Mit einem Sieg über Titelverteidiger Chile hat sich die argentinische Fußball-Nationalmannschaft trotz einer Roten Karte für Superstar Lionel Messi den dritten Platz bei der Südamerikameisterschaft gesichert.

Lionel Messi konnte sich nach seiner Roten Karte nicht beruhigen. Foto: Victor R. Caivano/AP/dpa
Lionel Messi konnte sich nach seiner Roten Karte nicht beruhigen. Foto: Victor R. Caivano/AP/dpa

São Paulo - Trotz einer umstrittenen Roten Karte für Superstar Lionel Messi hat sich Argentinien bei der Copa America den Trostpreis gesichert. In der Neuauflage des Finals der vergangenen beiden Ausgaben bezwang die Albiceleste den entthronten Titelverteidiger Chile in einem äußerst hitzigen Spiel um Platz drei mit 2:1 (2:0). Chile wurde nach den Titelgewinnen bei den beiden vergangenen Turnieren Vierter.

Messi persönlich kassierte nach dem Halbfinal-Aus gegen Brasilien den nächsten Tiefschlag. Nach einer vom fünfmaligen Weltfußballer eher passiv geführten Rangelei mit Gary Medel schickte der Unparteiische Mario Diaz de Vivar aus Paraguay beide Beteiligten mit der Roten Karte vom Platz (37.). Für Messi war es erst der zweite Platzverweis seiner Karriere, zuvor flog er nur bei seinem Länderspieldebüt gegen Ungarn 2005 vom Platz.

Messi erhebt schwere Vorwürfe

Der Superstar war anschließend kaum zu beruhigen. Die Medaillenvergabe ließ er sausen, im Kabinengang erhob er schwerste Vorwürfe: „Die Korruption und die Schiedsrichter haben es nicht zugelassen, dass wir bei der Show mitmachen konnten.“ Der Kontinentalverband CONMEBOL wies die Anschuldigungen in einem eiligen Statement weit von sich: „Es ist nicht hinnehmbar, dass aufgrund wettbewerbsspezifischer Vorfälle unbegründete Anschuldigungen erhoben wurden, die unwahr sind und die Integrität der Copa America infrage stellen.“

Bereits vor den beiden Feldverweisen hatten Sergio Agüero (12.) und Paulo Dybala (22.) den 14-maligen Copa-Sieger auf die Siegerstraße gebracht. Im Zehn gegen Zehn kam Chile durch einen verwandelten Foulelfmeter nach Videobeweis des ehemaligen Münchners Arturo Vidal wieder heran (59.), Argentinien brachte den knappen Vorsprung allerdings souverän über die Zeit. Das Finale zwischen Brasilien und dem Überraschungsteam Peru steigt am Sonntag um 22 Uhr im Maracana in Rio.