Corona-Warn-App Corona-App FAQ - Was ist eine Risiko-Begegnung?

Von Matthias Kemter 

Seit etwa 2 Wochen ist die Corona-Warn-App nun in den App-Stores verfügbar und wurde mittlerweile sogar über 14 Millionen Mal heruntergeladen. Durch die nun steigende Anzahl der Nutzer steigt auch die Zahl der Benachrichtigungen über Risiko-Begegnungen. Dadurch stellt sich mittlerweile vermehrt die Frage, was ist überhaupt eine Risiko-Begegnung?

Die Benachrichtigungen von „Risiko-Begegnungen“ der Corona-Warn-App steigen. Dadurch wird eine Begegnung zur Risiko-Begegnung. Foto: FocusStocker / Shutterstock.com
Die Benachrichtigungen von „Risiko-Begegnungen“ der Corona-Warn-App steigen. Dadurch wird eine Begegnung zur Risiko-Begegnung. Foto: FocusStocker / Shutterstock.com

Nach über 2 Wochen und mehr als 15 Millionen Downloads ist ein wichtiger Meilenstein der Corona-Warn-App erreicht. Durch die App soll die Pandemie eingedämmt und Infektionsketten unterbrochen werden. Dies ist allerdings nur möglich, wenn ein gewisser Teil der Bevölkerung die App nutzt. Studien zeigen, dass eine Pandemie gestoppt werden kann, wenn etwa 60 Prozent der Bevölkerung eine Tracing-App wie die Corona-Warn-App benutzen. Eine Wirkung zeigt eine solche App sogar bereits bei 15 Prozent (aktueller Stand: 18,07 Prozent).

Alle aktuellen Download-Zahlen der offiziellen Corona-App für Deutschland finden Sie hier: Wie oft wird die Corona-Warn-App heruntergeladen?

Was ist eine Risiko-Begegnung?

Durch die nun auch steigende Anzahl der positiv gemeldeten App-Nutzer sieht man mittlerweile auch immer öfter die Nachricht von Risiko-Begegnungen in der App mit unterschiedlichen Risikoeinstufungen für den App-Nutzer. Was unterscheiden diese Begegnungen?

Eine Risiko-Begegnung ist eine Begegnung, die von der Corona-Warn-App als epidemiologisch relevant eingestuft wird, was bedeutet, dass durch die Nähe zu einer infizierten Person das Risiko einer Ansteckung bestanden haben muss. Die Risikobewertung der Begegnung selber erfolgt auf Basis eines komplexen Modells, welches einen „Risk Score“ errechnet. Basis dieser Bewertung sind die vier folgenden Faktoren:

  • Wie lange liegt der Kontakt zu einer Corona-positiven Person zurück?
  • Wie nah sind sich die Personen gekommen?
  • Wie lange hat der Kontakt bestanden?
  • Welches Übertragungsrisiko hat bei der positiv getesteten Person bestanden?

Der errechnete Risk Score löst anschließend einen Risikostatus aus. Dabei unterscheidet die App zwischen einem niedrigen und einem erhöhten Status. Bei einem niedrigen Risikostatus wurde entweder kein Kontakt oder ein Kontakt mit Risiko-Begegnungen über einen kurzen Zeitraum gemessen. Ein erhöhtes Risiko wird angezeigt, wenn ein längerer Kontakt mit Risiko-Begegnungen gemessen wurde. Dann gibt die App auch Handlungsempfehlungen, wie zum Beispiel das Aufsuchen eines Arztes und der Isolation.

Die App wird ständig weiterentwickelt

Auch nach der Veröffentlichung wird die App kontinuierlich weiterentwickelt. Messparameter werden angepasst und auch die Errechnung des Risk Scores wird an neue Erkenntnisse angepasst.

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