Corona-Bestimmungen in Stuttgart Was am Vatertag erlaubt ist

Mit so vielen Kumpels an Vatertag durch die Gegend ziehen – in Zeiten der Corona-Pandemie keine Option. Foto: dpa/Peter Steffen
Mit so vielen Kumpels an Vatertag durch die Gegend ziehen – in Zeiten der Corona-Pandemie keine Option. Foto: dpa/Peter Steffen

Sieben-Tage-Inzidenz, Bundes-Notbremse, Sonderregeln für Geimpfte und Genesene – was an Vatertag erlaubt ist, hängt stark davon ab, wo man wohnt. Ein Überblick.

Digital Unit : Theresa Schäfer (the)
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Stuttgart - Bierkasten in den Bollerwagen und mit den Kumpels durch den frühlingshaft ergrünten Wald ziehen – so sieht für viele der klassische Vatertag aus. Doch zum zweiten Mal in Folge macht die Corona-Pandemie solchen Plänen einen Strich durch die Rechnung. Und um das Ganze noch komplizierter zu machen, können die Regeln abhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz von Region zu Region ganz unterschiedlich sein. Dazu kommen die Fragen: Vollständig geimpft oder nicht? Von Corona genesen oder nicht?

Ganz grundsätzlich dürfte die große Vatertags-Gaudi aber wieder ins Wasser fallen – und das hat nicht nur mit den mauen Wetteraussichten für Christi Himmelfahrt zu tun.

Das gilt für Stuttgart

In Stuttgart liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 191,2 (Stand: 11. Mai, 16 Uhr). Hier greift also die Corona-Notbremse des Bundes: Es ist nur erlaubt, sich mit einer weiteren nicht zum Haushalt gehörenden Person zu treffen. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit.

Genauso wenig, und das ist noch ziemlich neu, Menschen, die vollständig geimpft oder von Corona genesen sind. Für sie entfallen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, sie müssen also bei Treffen nicht mehr mitgezählt werden. Was ganz genau für Geimpfte und Genesene gilt, lesen Sie hier.

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Das gilt ganz allgemein in Baden-Württemberg

Als grobe Richtschnur: In Baden-Württemberg dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Das gilt für private Veranstaltungen genauso wie im öffentlichen Raum. Strenger werden die Regeln in Regionen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz über 100 liegt – wie derzeit in Stuttgart, im Rems-Murr-Kreis, den Kreisen Esslingen und Ludwigsburg und den meisten anderen Landkreisen in Baden-Württemberg.

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Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) hat deshalb die Baden-Württemberger gebeten, den Vatertag ruhig angehen zu lassen: „Ich appelliere auch zum Vatertag an die Vernunft der Menschen, feucht-fröhliche Zusammenkünfte zu vermeiden - ganz besonders dort, wo die Inzidenzen weiter hoch sind. Das Infektionsgeschehen nimmt ab, aber wir sind noch nicht über den Berg.“

So wird das Wetter

Das Wetter lädt ohnehin nicht dazu ein, ausgedehnte Ausflüge durch die Natur zu unternehmen. „Christi Himmelfahrt wird bewölkt, nachmittags kann es Schauer geben, eventuell gewittert es sogar“, sagt Thomas Schuster, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Stuttgart voraus. Auch die Temperaturen bleiben verhalten: Maximal 17 Grad sind an Vatertag in der Landeshauptstadt drin.

Die Feiertagswoche fällt mit dem Wetterphänomen der Eisheiligen zusammen. Am Donnerstag ist der „Eismann“ Servatius dran. Dass an der Bauernregel was dran ist, bestätigt auch der Meteorologe: „Während der Eisheiligen ist es generell kühler als sonst im Mai.“

Und was ist gleich noch Christi Himmelfahrt?

Bleibt noch zu klären, was wir am Donnerstag außer Vatertag überhaupt feiern: Christi Himmelfahrt wird am 40. Tag der Osterzeit gefeiert - also 39 Tage nach Ostersonntag. Anlass ist die Rückkehr Jesu Christi als Sohn Gottes zu seinem Vater.




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