Corona-Impfung Darum sollte man keine Bilder vom Impfpass posten

Auch wenn man seine Freunde an der Freude über eine erhaltene Impfung teilhaben lassen möchte, sollte man auf das Posten  des Impfausweises verzichten (Symbolbild). Foto: dpa/Marijan Murat
Auch wenn man seine Freunde an der Freude über eine erhaltene Impfung teilhaben lassen möchte, sollte man auf das Posten des Impfausweises verzichten (Symbolbild). Foto: dpa/Marijan Murat

Viele Menschen wollen ihre Freude über eine Impfung teilen und posten ein Bild ihres Impfpasses in den Sozialen Netzwerken. Doch Experten waren davor. Warum?

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Stuttgart - Je mehr Menschen in Deutschland geimpft werden, desto häufiger sieht man in den sozialen Netzwerken Bilder von Menschen, welche stolz ihren Impfausweis, mit eingetragener Corona-Impfung, in die Kamera halten. Auch wenn viele die Freude der Nutzer verstehen können, sollte man auf so ein Bild verzichten. Denn die Informationen über die Impfung, könnten von Kriminellen dazu benutzt werden, gefälschte Impfausweise zu erstellen.

Wie Report Mainz berichtete, bieten viele Kriminelle über den Kurznachrichtendienst Telegram gefälschte Impfausweise an. Diese sehen den Originalen sehr ähnlich und enthalten auch einen Stempel, eine Unterschrift, Aufkleber und die Chargennummer. Die dafür nötigen Informationen bekommen die Betrüger ganze einfach im Netz, von Nutzern, die ihren Impfausweise in die Kamera halten. Außerdem sind die Daten auf dem Impfpass auch sensible Gesundheitsinformationen, die man nicht unbedingt in der Öffentlichkeit posten sollte.

Stadt Frankfurt warnt vor gefälschten Pässen

Bei der Recherche von Report Mainz über die gefälschten Impfpässe, lagen den Reportern zwei gefälschte Impfausweise vor, welche beide einen Stempel des Frankfurter Impfzentrums enthielt. Für Laien waren die Fälschung kaum zu erkennen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), als Betreiber des Impfzentrums in Frankfurt, hatte daraufhin Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Auch die Stadt Frankfurt warnt nun auf ihrer Website vor dem Erwerb von gefälschten Impfpässen. „Bereits der Erwerb eines gefälschten Impfpasses ist Betrug und damit strafbar“ so die Mitteilung der Stadt. Auch die Gesundheit von anderen Menschen würde durch den Erwerb solcher Ausweise gefährdet werden.

Digitaler Impfpass soll vor dem Sommer kommen

Die Politik plant, gegen die Fälschungen von Impfpässen vorzugehen. Ab dem 1. Juni soll in Europa ein „Grüner digitaler Impfausweis“ eingeführt werden. Dafür ist eine App geplant, mit der Betroffene die Möglichkeit haben, fälschungssicher nachzuweisen, dass sie vollständig geimpft sind. Die digitale Bescheinigung soll von Arztpraxen und Impfzentren ausgestellt werden. Auch in die Corona-Warn-App des Bundes soll diese Funktion aufgenommen werden.

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