Corona-Krise in Stuttgart Edeka-Filiale zeigt Herz für Schwächere – und wird im Netz gefeiert

Von  

In der Corona-Krise zeigt der Inhaber einer Edeka-Filiale in Stuttgart ganz viel Herz: Für Rentner und Menschen mit Handicap werden Helfer zusammen getrommelt – und eine Extra-Schicht eingelegt.

Vom Montag an öffnet die Filiale für die Menschen, die es beim Einkaufen nicht so leicht haben, eine Stunde früher um sieben Uhr morgens ihre Türen Foto: Edeka Fleck/Christian Thellmann
Vom Montag an öffnet die Filiale für die Menschen, die es beim Einkaufen nicht so leicht haben, eine Stunde früher um sieben Uhr morgens ihre Türen Foto: Edeka Fleck/Christian Thellmann

Stuttgart - Für Rentner, Rollstuhlfahrer und andere Menschen mit Handicap legen die Mitarbeiter eines Edekas im Stuttgarter Fasanenhof eine Extra-Schicht ein – für diese Mühen inmitten der Corona-Krise wird die Filiale von Inhaber Reinhold Fleck von vielen Menschen im Netz gefeiert. Auch das schwarze Brett des Supermarkts am Europaplatz hängt voll mit Zetteln von dankbaren Kunden.

Von Montag an öffnet die Filiale für die Menschen, die es beim Einkaufen nicht so leicht haben, eine Stunde früher um sieben Uhr morgens ihre Türen: „Ausschließlich für Rentner, Rollstuhlfahrer und andere Menschen mit Handicap“, wie auf einem Hinweisschild steht, von dem ein Foto seit kurzem im Netz kursiert. Eine Stunde später um 8 Uhr steht der Supermarkt dann allen anderen Kunden zur Verfügung.

Doch damit nicht genug: Inhaber Reinhold Fleck hat mehrere Helfer zusammengetrommelt, die den Menschen beim Einkaufen behilflich sein sollen. Die bis zu fünf Ehrenamtlichen kommen von Vereinen wie „Meine Heimat Fasanenhof“, dem Christlichen Verein junger Menschen und von den Paritätischen Sozialdiensten (Pasodi).

Das steckt hinter der Idee

Die Idee zur der Aktion hatte Mitarbeiter Christian Thellmann: „Hier im Fasanenhof wohnen viele Rentner und Rollstuhlfahrer. Sie gehören zur Risikogruppe. Diesen Menschen wollen wir helfen“. Die ehrenamtlichen Helfer sollen Hilfestellung leisten, indem sie etwa Einkaufskörbe zum Auto oder zur Wohnung tragen, berichtet der 32-Jährige weiter. In Zeiten des Coronavirus sei eben schnelle Hilfe gefragt: Am Donnerstag hatte Thellmann die Idee, am Freitag war die Umsetzung geplant, am Montag schon geht es los.

Es gibt noch zwei weitere Filialen von „Edeka Fleck“ in Stuttgart und Neuhausen auf den Fildern. Je nachdem ob sich auch hier Helfer bereit erklären, wird die Aktion ausgeweitet. Bei den Kunden kommt das Angebot gut an: „Der Großteil der Menschen findet das toll“, sagt Thellmann mit Blick auf Kundengespräche und das schwarze Brett im Supermarkt.

Auch im Netz wird die Edeka-Filiale für die Hilfsaktion gefeiert: An die 500 Gefällt-Mir-Angaben erntete ein entsprechendes Posting auf der Facebook-Seite der Filiale vom Freitag bis Samstagabend. „Tolle Aktion, Respekt, sollte wirklich bei allen anderen Lebensmittelmärkten auch eingeführt werden. Bei dem Egoismus von den Menschen, sind diese Leute wirklich arm dran“, schreibt ein Nutzer. „Einen Riesen Dank und großen Respekt für eure Selbstaufopferung und euer Engagement“, schreibt ein anderer User.




Unsere Empfehlung für Sie