Corona-Lage in Baden-Württemberg Winfried Kretschmann schließt erneuten Lockdown nicht aus

Von red/dpa 

Das Impfen sei wichtig, reiche aber nicht aus – private Kontakte müssten reduziert werden. Das forderte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann kurz vor der Bund-Länder-Schalte.

Kretschmann will die Corona-Regeln verschärfen.Foto: dpa/Marijan Murat

Stuttgart - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat angesichts der sehr ansteckenden Omikron-Variante schnell schärfere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus gefordert. Das Impfen sei wichtig, reiche aber nicht aus - private Kontakte müssten reduziert werden, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart kurz vor der Bund-Länder-Schalte zur Pandemie. Der Expertenrat der Bundesregierung mache in seiner Analyse ziemlich Alarm, sagte Kretschmann. Die Aktionen jedoch hinkten hinterher. Man brauche den gesamten Instrumentenkasten. „Einen Lockdown kann man nicht ausschließen.“

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Diese Forderungen stellt Kretschmann

Kretschmann forderte auch die erneute Ausrufung der sogenannten epidemischen Lage nationaler Tragweite durch den Bundestag. „Was muss noch passieren, damit die ausgerufen wird?“, fragte er. Die Länder bräuchten den ganzen Instrumentenkasten im Kampf gegen das Virus. Das ewige Nachjustieren werde der Gesamtlage nicht gerecht. „Ich werde von Scholz Führung bestellen“, sagte er mit Blick auf den neuen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Auch einen Lockdown könne man nicht ausschließen.

Landesvater kritisiert Bundesregierung

Kretschmann kritisierte die Bundesregierung aus SPD, FDP und Grünen. Sie habe die Länder zu spät über die Gefahr durch die Omikron-Variante informiert. Er habe die Analyse des Expertenrats erst am Sonntag erhalten - nachdem er es in den Nachrichten gehört habe.

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