Corona-Lockdown Chef-Epidemiologin rät: Lockerungen erst in sechs bis acht Wochen

Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie warnt vor zu frühen Lockerungen in der Corona-Krise. (Symbolbild) Foto: dpa/Henning Kaiser
Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie warnt vor zu frühen Lockerungen in der Corona-Krise. (Symbolbild) Foto: dpa/Henning Kaiser

Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie sieht derzeit keinen Spielraum für Lockerungen der Corona-Maßnahmen – diese seien erst in bis zu acht Wochen möglich.

München - Keinen Spielraum für weitreichende Lockerungen der Corona-Maßnahmen sieht die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, Eva Grill. „Im Moment sind wir mit dem Impfen noch nicht so weit“, sagte sie im Interview mit dem Radiosender Bayern 2 am Mittwoch. Das müsse Fahrt aufnehmen, „damit wir in sechs bis acht Wochen sagen können: So geht’s weiter“, so die Münchner Wissenschaftlerin laut Mitteilung.

Epidemiologin: Lockerungen erst in sechs bis acht Wochen

Die Ausbreitung der neuen Virus-Varianten betrage jetzt etwa 50 Prozent der gemeldeten Fälle. „Es ist Realität, dass sich diese Mutanten rasant ausbreiten“, sagte Grill. Trotz der Schließungen sänken die Werte aber gegenwärtig nicht mehr. Dies habe nichts damit zu tun, dass sich die Menschen nicht mehr an die Maßnahmen hielten. Grill zufolge werden die Fallzahlen weiter steigen: „Wir sind aber noch nicht so weit mit dem Impfen, dass wir einen weiteren Anstieg der Fallzahlen verkraften können.“

Niedergelassene Ärzte sollen impfen

Den Zeitverzug bei den Impfungen erklärt sich die Epidemiologin so: Bisher seien die Impfstoff-Lieferketten das eigentliche Problem gewesen. Doch ab jetzt „muss man sich Gedanken machen“. Sie schlug vor, ab jetzt niedergelassene Ärzte in das Impfen einzubeziehen. Dann sei „flächendeckend und schnell“ zu impfen“.




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