Ein bisschen mehr Sicherheit in der Coronapandemie. Die Online-Anwendung „Schnelltesttest“ wertet aus, wie gut unsere gängigen Antigen-Schnelltest sind.

Täglich kursieren Meldungen über Coronaschnelltests, die nicht oder fälschlicherweise „angeschlagen“ haben. Und die weit aussagekräftigeren PCR-Tests sind derzeit nur schwer und teuer zu bekommen. Grund genug, die in Deutschland gebräuchlichsten Antigenschnelltests genauer zu untersuchen.

Das dezentrale, aber in Ulm verortete Kollektiv „Zerforschung“, versucht, mit dem Projekt „Schnelltesttest.de“ etwas Licht ins Dunkel zu bringen: Die praktische Online-Anwendung greift direkt auf (öffentlich zugängliche) Daten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in Hessen zurück.

Was taugt mein Schnelltest?

Wer sich ein Bild von der Vertrauenswürdigkeit beziehungsweise Treffsicherheit der gängigen Antigen-Schnelltests machen möchte, scannt entweder mit der Handykamera den jeweiligen Fabrikatcode ein oder gibt das Fabrikat händisch ein – die Ergebnisse werden dann in der Anwendung ausgespielt.

Die Datengrundlage bezieht sich auf Studien, die vor dem 12. Januar 2022 abgeschlossen wurden. Rückschlüsse auf die Wirksamkeit speziell bei der Omikron-Variante des Coronavirus sind daher nicht möglich.

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Untersucht wird die Sensitivität

Untersucht wurde vom PEI aber die Sensitivität der einzelnen Tests bei hoher, mittlerer, niedriger Viruslast und die daraus abgeleiteten Durchschnittswerte des jeweiligen Test-Fabrikats. Die bewegen sich bei den ausgewerteten in einem Rahmen zwischen 28 und 98 Prozent.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal liefert die Untersuchung nicht: die Spezifität der Schnelltests. Je höher die ausfällt, desto weniger falsche positive Testergebnisse sind zu erwarten. Die Treffsicherheit von PCR-Tests liegt derweil deutlich über 99 Prozent.

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