Die Bildungsgewerkschaft sieht die Sicherheit in den Klassenzimmern im Südwesten alles andere als gewährleistet. Laut GEW-Landeschefin Monika Stein fehle es vielerorts an Schutzmaßnahmen auf dem Höhepunkt der Omikron-Welle.

Stuttgart - Auf dem Höhepunkt der Omikron-Welle sieht die Bildungsgewerkschaft die Sicherheit in den Klassenzimmern im Südwesten alles andere als gewährleistet. „Die Inzidenz steigt und steigt jedenfalls und es wird leider nicht alles für die Sicherheit getan“, sagte GEW-Landeschefin Monika Stein im „Offenburger Tageblatt“ auf die Frage, ob gerade die „Durchseuchung der Kinder“ stattfinde. Vielerorts fehle es an Schutzmaßnahmen. Kinder und Jugendliche nähmen seit zwei Jahren Rücksicht auf die Gesamtgesellschaft und müssten bei allen Entscheidungen nun endlich Priorität haben, forderte Stein.

Die GEW fordere schon seit Sommer 2020 flächendeckend Luftreinigungsgeräte, kritisierte Stein - es seien immer noch nicht überall welche geplant, geschweige denn angekommen. „Außerdem fordern wir ausreichende Testungen und FFP2-Masken für alle Schüler, die sich damit schützen wollen und deren Eltern das nicht finanzieren können oder wollen.“ Es dürfe nicht von der Schulträgerschaft abhängen, wie gut es um den Schutz an Schulen bestellt sei, sagte Stein. „Auch in finanzschwächeren Gemeinden brauchen wir Sicherheit für alle Beteiligten.“

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Stein erklärte, die Schulleitungen befänden sich derzeit im Spagat, da sie mit sehr unterschiedlichen Elterninteressen konfrontiert seien. „Die einen fordern vehement Fernunterricht, die anderen sind gegen Tests und Masken“, sagte sie. Zudem sorgten sich die Schulleitungen um die Lehrkräfte und müssten den Schulbetrieb irgendwie aufrecht erhalten.

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