Coronainfektionen im Rems-Murr-Kreis nehmen zu Inzidenz wieder über 100

Der Rems-Murr-Kreis sieht sich – unter anderem mit einer selbst entwickelten Test-App – gut vorbereitet auf Corona-Öffnungen. Doch die sind wieder ein wenig ferner gerückt. Foto: Gottfried Stoppel
Der Rems-Murr-Kreis sieht sich – unter anderem mit einer selbst entwickelten Test-App – gut vorbereitet auf Corona-Öffnungen. Doch die sind wieder ein wenig ferner gerückt. Foto: Gottfried Stoppel

Gerade einmal zwei Tage lang durfte man sich im Rems-Murr-Kreis auf Lockerungen der Corona-Beschränkungen freuen. Nun rückt die Aufhebung der Bundesnotbremse wegen zunehmender Infektionen wieder ferner.

Rems-Murr : Frank Rodenhausen (fro)
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Rems-Murr-Kreis - Am Donnerstag ist der Rems-Murr-Kreis noch haarscharf darunter geblieben. Mit exakt 99,7 neu gemeldeten Corona-Infektionen innerhalb der letzten sieben Tage bezogen auf 100 000 Einwohner war die 100er-Inzidenz gerade so unterschritten. Der Wert ist besonders wichtig, definiert er doch im Infektionsschutzgesetz jene Grenze, von der an die sogenannte Bundesnotbremse greift.

Nur zwei Tage unter hundert

Gerade einmal zwei Tage lang durfte man sich im Rems-Murr-Kreis auf Lockerungen der Corona-Beschränkungen freuen, die erlaubt sind, wenn die Zahl mindestens fünf Werktage am Stück kleiner als dreistellig ist. Inklusive zweier Verkündungstage wäre dann Freitag, der 28. Mai, der angepeilte Lockerungstag gewesen, an dem man zum Beispiel wieder hätte in einer Gastwirtschaft speisen oder ins Museum gehen können. Wäre, hätte – es bleibt beim Konjunktiv. Denn schon an diesem Freitag musste der Countdown vorerst wieder auf Null gesetzt werden: Das Gesundheitsamt vermeldete einen Wert von 103.Lesen Sie hier: Spezialbusse für Tests an jedem Ort

Dennoch ist es aus Sicht des Landrats Richard Sigel gut und wichtig, sich auf mögliche Öffnungen vorzubereiten. Vertreter der Industrie- und Handelskammer, des Einzelhandels, der Hotellerie und Gastronomie, der Kulturschaffenden sowie der Städte und Gemeinden im Rems-Murr-Kreis hätten dies nicht nur in vier Sitzungen getan. Der Rems-Murr-Kreis hat für die digitale Dokumentation von überwachten Schnelltests eine eigene App namens Cosima entwickelt. Diese sei jüngst von den kommunalen Spitzenverbänden allen Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg als „Best Practice“ empfohlen worden.




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