Investment in der Coronakrise Niedrigzinsen bleiben – auch nach Corona

Auch während und nach der Coronakrise bleibt für viele Anleger die Frage, wie sie in einer Welt der Niedrigzinsen für das Alter vorsorgen und Vermögen aufbauen können. Dass es hierauf nur eine Antwort geben kann, darin sind Experten sich einig.

Egal, wie turbulent es an den Märkten zugeht, Anleger sollten sich bei Anlageentscheidungen nie vom Tagesgeschehen an den Kapitalmärkten leiten lassen. Foto: Shutterstock/ Immersion Imagery
Egal, wie turbulent es an den Märkten zugeht, Anleger sollten sich bei Anlageentscheidungen nie vom Tagesgeschehen an den Kapitalmärkten leiten lassen. Foto: Shutterstock/ Immersion Imagery

Die Corona-Pandemie hat das Zusammenleben, den Arbeitsalltag und das Privatleben der meisten Menschen maßgeblich verändert. Verbunden damit ist oft auch eine gewisse Verunsicherung. Wie jede Krise bietet die aktuelle Situation jedoch nicht nur Herausforderungen, sondern auch Chancen. Krisen zwingen Menschen zu Veränderung und Innovation. Im besten Falle führt die Corona-Pandemie dazu, dass eine gesamtgesellschaftliche Neuausrichtung hin zu mehr Nachhaltigkeit vollzogen wird, dass Arbeitsroutinen zum Positiven verändert werden und dass der Digitalisierung in Deutschland endlich ein kräftiger Schub verpasst wird. Auch ein Kulturwandel im Anlageverhalten wäre wünschenswert, denn viele Deutsche haben Angst, ihr Geld in Aktien anzulegen. Doch bei einer langfristigen Anlagedauer und ausreichenden Streuung ist diese Zurückhaltung am Kapitalmarkt unbegründet und kostet Geld.

Die Märkte erholen sich

Auch andere historische Krisen haben dazu geführt, dass sich die Welt neu zusammengefügt hat. Die letzten Krisen, die ähnliche Implikationen hatten wie die aktuelle Pandemie, wurden ausgelöst durch das Platzen der Technologieblase um die Jahrtausendwende, den 11. September 2001 und die Finanzkrise 2008. Sie zogen die Märkte in die Tiefe, und doch kam es nie zu einem ökonomischen Nullpunkt. „Wir wissen aus allen schwerwiegenden Krisen der Vergangenheit, dass die Existenz des marktwirtschaftlichen Systems auch dieses Mal nicht auf dem Spiel steht“, erklärt Philipp Dobbert, Chefvolkswirt der Quirin Privatbank. „Auch die Coronakrise wird irgendwann überwunden sein und in einen weiteren systembedingten Aufschwung münden, vielleicht sogar mit einer innovativeren und kraftvolleren Wirtschaft als vorher.“

Was ergibt sich daraus für Anleger, die langfristig Vermögen aufbauen wollen? Egal, wie turbulent es an den Märkten zugeht, Anleger sollten sich bei Anlageentscheidungen nie vom Tagesgeschehen an den Kapitalmärkten leiten lassen. Denn: Die Märkte belohnen Durchhaltevermögen, das zeigen die Erholungsphasen vorangegangener Krisen immer wieder. Das Wichtigste ist, eine einmal eingeschlagene Strategie konsequent durchzuhalten und bei größeren Kursschwankungen nicht übereilt aus den Märkten auszusteigen.

Niedrigzinsen bleiben

Wer das verinnerlicht hat, dem fällt es leichter, die massiven Verluste der letzten Wochen auszusitzen. Und für Sparer sind die krisenbedingten niedrigen Kurse die Chance, ihre Anlage von Beginn an auf ein solides Fundament zu stellen. Denn die Herausforderungen für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge werden in absehbarer Zukunft nicht kleiner.

„Wir werden auch nach Corona in einer Welt der Niedrig- und Minuszinsen leben“, so Dobbert. „Die derzeitigen weltweiten Konjunkturhilfen und Leitzinssenkungen sind nötig, um den wirtschaftlichen Aufschwung zu ermöglichen, aber sie werden die Lage für Sparer noch einmal verschärfen.“ Der Finanzexperte geht davon aus, dass auf lange Sicht mit Spareinlagen und festverzinslichen Anlagen keine Renditen zu erzielen sind. Nach Berechnungen der Bundesbank befindet sich der Realzins, also die kombinierte Betrachtung von Sparbuchzins und Inflationsrate, schon seit 2011 im Minus. Die Sicherheit, die sich Sparer mit der Anlage auf dem Sparbuch erhoffen, kostet sie seit Jahren Geld. Mit einer Investition in Aktien sichern sich Anleger hingegen die Teilhabe am Wirtschaftswachstum.

Kapitalmarkt gleicht Corona langfristig aus

Als Anleger am Kapitalmarkt ist es richtig, aktuelle konjunkturelle und politische Entwicklungen zu verfolgen und sich der daraus resultierenden Risiken bewusst zu sein. Falsch wäre es jedoch, angesichts der Corona-Pandemie die Kapitalmärkte ganz zu meiden oder auszusteigen. Anlagen am Kapitalmarkt sind immer langfristiger Natur – und zahlen sich entsprechend positiv aus. „Das zeigt auch die aktuelle Krise, seit Jahresbeginn sind die Märkte um 40 Prozent gefallen, seit Ende März schon wieder um 25 Prozent gestiegen“, erklärt Dobbert. „Schauen wir uns die letzten sieben, acht Jahre an, ist das Corona-Minus in einem 100%igen Aktiendepot bereits wieder ausgeglichen und es bleibt sogar eine passable Rendite über.“

Kluger Richtungswechsel

„Wer eine Aktienanlage in Betracht zieht, sollte sich unbedingt fachmännisch beraten lassen – am besten von einem Berater, der sich nicht durch Provisionen finanziert und deshalb völlig unabhängig agieren kann“, empfiehlt Dobbert. „Weniger ratsam ist es, überstürzt Geld in vermeintlich billige Märkte oder einzelne Unternehmen zu investieren, von denen Anleger glauben, dass sie möglicherweise von der Krise profitieren könnten“, so der Chefvolkswirt. Für den langfristigen Erfolg sei vielmehr eine breit gestreute und international ausgerichtete Kombination aus Aktien und Anleihen entscheidend, um sich die Rendite des Markes zu sichern.

Tipp: Lösen Sie sich von ineffizienten Spareinlagen und lassen Sie Ihr Geld renditestark für sich arbeiten, statt es durch Niedrigzinsen und Inflation zu vernichten. In den meisten Depots schlummern erhebliche Optimierungspotenziale. Decken Sie diese auf – mit dem kostenlosen Vermögens-Check der Quirin Privatbank

Dies ist ein Angebot der Quirin Privatbank AG in Zusammenarbeit mit www.stuttgarter-zeitung.de.
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