Coronapandemie in Europa Tschechische Spürhunde sollen Coronainfizierte identifizieren

In Finnland sind bereits im September 2020 die Covid-19-Spürhunde K’ssi (links) und Miina der Öffentlichkeit vorgestellt worden. (Archivbild) Foto: dpa/Antti Aimo-Koivisto
In Finnland sind bereits im September 2020 die Covid-19-Spürhunde K’ssi (links) und Miina der Öffentlichkeit vorgestellt worden. (Archivbild) Foto: dpa/Antti Aimo-Koivisto

In einem tschechischem Ort nahe Deutschland werden Corona-Spürhunde ausgebildet. Es ist nicht das erste Projekt dieser Art.

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Kliny - Beim Erkennen von Corona-Infizierten etwa bei der Einreise aus dem Ausland könnten demnächst auch Spürhunde helfen, die in einem tschechischen Ort an der Grenze zu Deutschland ausgebildet werden. Ihr Team wolle gern mit Teams in Deutschland, Frankreich oder Finnland zusammenarbeiten, die bei der Eindämmung der Corona-Pandemie ebenfalls auf den enorm guten Geruchssinn von Hunden setzen, sagte Hundetrainerin Lenka Vlachova der Nachrichtenagentur AFP.

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Vlachova trainiert mit mehreren Kollegen im Dorf Kliny Hunde darauf, Proben von Menschen mit einer Corona-Infektion zu erkennen. Es handele sich um eine Studie, die diese Fähigkeit von Hunden nachweisen soll, sagte Projektleiter Gustav Hotovy. Den Hunden werden dazu in einem zum Trainingsgelände umfunktionierten Schiffscontainer Stofffetzen vorgesetzt, die in Kontakt mit Corona-Infizierten oder negativ getesteten Menschen waren.

In Finnland eine Trefferquote von nahezu 100 Prozent

„Am Ende sollten wir in der Lage sein, mit einem ausgebildeten Hund in sehr kurzer Zeit eine riesige Menge an Menschen zu identifizieren“, sagte Hotovy mit Blick auf Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Das Verfahren funktioniere aber wahrscheinlich auch mit anderen Krankheiten.

Hotovys Team hatte im August mit der Ausbildung der Corona-Spürhunde begonnen. Anders als andere Hundetrainer, die diesen Ansatz verfolgen, arbeiten Hotovys Leute in ihrer Freizeit an dem Projekt. Auf dem Flughafen der finnischen Hauptstadt Helsinki wurden bereits Hunde zum Aufspüren von Corona-Infizierten eingesetzt. Nach Angaben ihrer Trainer haben die dortigen Tiere eine Trefferquote von nahezu 100 Prozent.

Für die Hunde, die für ihre Entdeckung von ihren Trainern belohnt werden, bedeute die Suche nach dem Corona-Geruch Spaß. Hotovy erzählte, einmal seien seine Hunde zu einem Gast in einem Haus in der Nachbarschaft gelaufen, der positiv auf Corona getestet worden war. „Sie sprangen sofort auf sein Bett, mit derselben freudigen Reaktion, die sie bei einer Positiv-Probe im Ausbildungszentrum zeigen.“




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