Coronapandemie WHO warnt vor Langzeitfolgen für Psyche

Die Pandemie belastet laut WHO auch die Psyche. Foto: imago/Panthermedia/Antonio Guillem
Die Pandemie belastet laut WHO auch die Psyche. Foto: imago/Panthermedia/Antonio Guillem

Lockdowns und Selbstisolation können sich auf die Psyche auswirken – zu diesem Schluss kommt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Die Corona-Pandemie biete aber auch Gelegenheit, die psychische Gesundheitsversorgung generell zu überdenken.

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Kopenhagen -

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist auf die Langzeitfolgen der Corona-Pandemie für die geistige Gesundheit der Menschen hin. Es seien nicht nur die Infektionen und die Angst vor einer solchen Ansteckung, die auf die Psyche schlagen könnten, teilte das WHO-Regionalbüro Europa am Donnerstag mit.

Auch von den psychologischen Effekten von Lockdowns und Selbstisolation, aber auch den Folgen von Arbeitslosigkeit, finanziellen Sorgen, sozialer Ausgrenzung und anderem sei jeder auf die eine oder andere Weise betroffen.

Corona fordert Tribut

„Die Menschen in der europäischen Region brechen buchstäblich unter der Belastung von Covid-19 und seinen Folgen zusammen“, erklärte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge. Die Auswirkungen der Corona-Krise hätten hinsichtlich der geistigen Gesundheit und dem Wohlbefinden der Menschen enormen Tribut gefordert.

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Gleichzeitig biete die Pandemie Ländern eine Gelegenheit, ihre psychische Gesundheitsversorgung zu überdenken und zu reformieren. „Das ist eine Gelegenheit, bei der es sich kein Land leisten kann, sie zu verschwenden, wenn wir besser und stärker wieder aufbauen wollen“, so Kluge. Psychische Gesundheit und Wohlbefinden sollten als grundlegende Menschenrechte betrachtet werden.

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