Coronavirus in Baden-Württemberg Gesundheitsämter überlastet: Infektionsketten geraten aus dem Blick

Von red/dpa/lsw 

Nachdem am Dienstag in Baden-Württemberg weitere 1843 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet wurden, geraten einige Gesundheitsämter an den Rand ihrer Kapazitäten.

Die Gesundheitsämter im Land  konnten zuletzt nicht mehr alle Kontaktpersonen von Infizierten ausfindig machen. (Archivbild) Foto: dpa/Marijan Murat
Die Gesundheitsämter im Land konnten zuletzt nicht mehr alle Kontaktpersonen von Infizierten ausfindig machen. (Archivbild) Foto: dpa/Marijan Murat

Stuttgart - Die steigende Zahl der Coronafälle wirkt sich zunehmend negativ auf die Arbeit der Gesundheitsämter im Südwesten aus. „In einzelnen Fällen kann die Nachverfolgung von Kontaktpersonen zeitweise nicht mehr in vollem Umfang sichergestellt werden“, teilte ein Sprecher des Sozialministeriums am Mittwoch in Stuttgart mit.

Zwölf Ämter haben demnach eine Überlastungsanzeige gestellt. Anträge auf Hilfe von der Bundeswehr hätten 21 Ämter gestellt, wie es weiterhin hieß. Dadurch solle sichergestellt werden, dass die Infektionsketten nachverfolgt werden können.

Am Dienstag wurden in Baden-Württemberg weitere 1843 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit hatte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 72 735 erhöht. Davon waren ungefähr 52 806 Personen wieder genesen, wie das Staatsministerium Baden-Württemberg mitgeteilt hatte. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind, war am Dienstag um acht auf 1985 gestiegen.

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