Coronavirus in Baden-Württemberg Kretschmann schließt weiteren Lockdown nicht aus

Winfried Kretschmann macht sich große Sorgen, dass sich die Delta-Variante weiter unaufhaltsam ausbreitet (Archivbild). Foto: imago images/photothek/Thomas Imo/photothek.net
Winfried Kretschmann macht sich große Sorgen, dass sich die Delta-Variante weiter unaufhaltsam ausbreitet (Archivbild). Foto: imago images/photothek/Thomas Imo/photothek.net

Angesichts der Delta-Variante und der Massenveranstaltungen rund um die Fußball-EM kann sich der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann einen weiteren Lockdown vorstellen.

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Stuttgart - Einen weiteren Lockdown kann sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) angesichts der besonders ansteckenden Delta-Variante und der Massenveranstaltungen rund um die Fußball-Europameisterschaft durchaus vorstellen. „Das würde ich in keiner Weise ausschließen. Wenn die Welle dann kommt und wir in die Exponentialität kommen, haben wir ja keine anderen Möglichkeiten“, sagte der Regierungschef am Dienstag in Stuttgart.

Er mache sich große Sorgen, dass sich die Delta-Variante weiter unaufhaltsam ausbreite. Mit Blick auf die feiernden Fußball-Fans in den Stadien sei das seiner Ansicht nach möglich. „Wenn ich diese Bilder sehe, ist mir da ganz mulmig“, sagte Kretschmann.

Wissenschaftler hatten meistens recht

Die entscheidende Frage sei, „ob wir dagegen animpfen können“, sagte der Grünen-Politiker weiter. Einige Wissenschaftler hätten die vierte Welle vorausgesagt, „und sie hatten meistens recht“.

Zuvor hatte unter anderem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor einer vierten Pandemie-Welle gewarnt und neue Einschränkungen nicht ausgeschlossen. „Wir müssen alles versuchen, um eine vierte Welle zu verhindern“, hatte sie nach dem EU-Gipfel Ende der vergangenen Woche in Brüssel gesagt. Das sei gerade mit Blick auf mögliche wirtschaftliche Folgen von großer Bedeutung.

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