Coronavirus in Baden-Württemberg So will die Wirtschaftsministerin den Unternehmen helfen

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Foto: dpa/Tom Weller
Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Foto: dpa/Tom Weller

Baden-Württemberg will von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen weiter unter die Arme greifen. Die Pläne von Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut.

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Stuttgart - Wegen der nach wie vor großen Herausforderungen sollen weitere Gelder insbesondere an kleinere und mittelgroße Betriebe fließen, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am Dienstag in Stuttgart. Unter anderem wurden die Hilfen für Soloselbstständige aufgestockt und eine Prämie eingeführt, die Unternehmen helfen soll, Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zu holen oder neu einzustellen.

Die von der Krise besonders betroffene Veranstaltungs-, Messe und Eventbranche und das Taxi- und Mietwagengewerbe sollen künftig mit höheren Summen gefördert werden. Statt bisher 150 000 Euro kann ein Betrieb nun mit bis zu 300 000 Euro bezuschusst werden.

Corona-Hilfsprogramme hätten sich bewährt – Berg sei dennoch nicht überwunden

„In der Breite ist es uns gelungen, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzumildern“, sagte Hoffmeister-Kraut bei der Vorstellung der Corona-Hilfsprogramme. Dennoch sei für die Wirtschaft „der Berg noch nicht überwunden“. In Baden-Württemberg gebe es aktuell rund 1000 Betriebe und etwa 20 000 Beschäftigte, die in Kurzarbeit seien. Sie gehe für die Wirtschaft aber von einem „deutlichen Aufholprozess im zweiten Quartal“ aus. Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) schaute optimistisch in die Zukunft. „Es zeichnet sich ab, dass der Tiefpunkt der Krise überschritten ist“, sagte Kretschmann.

Beide betonten, dass sich die Corona-Hilfsprogramme von Bund und Ländern in der Krise bewährt hätten. Insgesamt 6,3 Milliarden Euro flossen seit März 2020 an Unternehmen und Selbstständige in Baden-Württemberg, wie Hoffmeister-Kraut bilanzierte. Davon stammten mehr als 578,4 Millionen Euro aus Landesmitteln. Eine Insolvenzwelle sei verhindert worden. Im ersten Quartal 2020 waren 489 Unternehmen im Südwesten in Insolvenzverfahren. Im ersten Quartal 2021 waren es mit 443 Unternehmen fast 50 weniger.

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