Wenn es nach Südwest-SPD und Landeselternbeirat geht, ruht sich die neue Kultusministerin Theresa Schopper auf den aktuell niedrigeren Inzidenzen zu sehr aus.

Stuttgart - Die Südwest-SPD und der Landeselternbeirat haben die Landesregierung aufgefordert, deutlich mehr für einen sicheren Schulunterricht nach den Sommerferien zu tun. Der SPD-Landeschef und frühere Kultusminister Andreas Stoch sagte am Montag: „Auch im 16. Monat der Pandemie hat die Landesregierung noch kein schlüssiges Konzept für einen sicheren und verlässlichen Präsenzunterricht im kommenden Schuljahr vorgelegt.“

Kommende Woche begännen die Sommerferien und Grün-Schwarz habe aus dem „Fiasko“ des vergangenen Jahres nichts gelernt. Die neue Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) ruhe sich auf den aktuell niedrigeren Inzidenzen aus. „Das grenzt inzwischen an grobe Fahrlässigkeit“, sagte Stoch auch mit Blick auf die Gefahr einer vierten Corona-Welle durch die Delta-Variante. Er wiederholte seine Forderung, im neuen Schuljahr Luftfilter in allen Klassenzimmern des Landes zu installieren. Stoch sagte, es müsse Präsenzunterricht ermöglicht werden, wo es die Bedingungen hergeben - aber nicht um jeden Preis.

Für den Vorsitzenden des Landeselternbeirats, Michael Mittelstaedt, sieht das etwas anders: „Schulschließungen sind für uns keine Option mehr.“ Deshalb müsse das Land jetzt alles dafür tun, um Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten. Stoch bekräftigte, es müsse unter anderem eine Einstellungsoffensive für Pädagogische Assistentinnen und Assistenten mit ein bis zwei Stellen pro Schule geben, um auch die sozialen Folgen der Pandemie aufzufangen.

Lesen Sie mehr zum Thema

Unterricht Schule SPD