Coronavirus in Baden-Württemberg Vermehrt „importierte“ Corona-Infektionen

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In Baden-Württemberg ist die Zahl der Corona-Infizierten, die sich im Ausland angesteckt haben, höher als bundesweit. Die Hauptquelle der Infektionen ist aber die gleiche.

Der Anteil von Infizierten, die sich im Ausland angesteckt haben, liegt in Baden-Württemberg über dem Bundesschnitt. Foto: dpa/Felix Kästle
Der Anteil von Infizierten, die sich im Ausland angesteckt haben, liegt in Baden-Württemberg über dem Bundesschnitt. Foto: dpa/Felix Kästle

Stuttgart - Infolge sinkender Infektionszahlen im Inland sowie wieder geöffneter Grenzen steigt der Anteil von Infizierten, die sich im Ausland angesteckt haben. Das ist bundesweit so, doch in Baden-Württemberg liegt der Anteil der auf diese Weise an Covid-19 Erkrankten höher als im Bundesschnitt. Rund 13 Prozent aller registrierten Infektionen seit dem 15. Juni sind auf diese Weise zustande gekommen. So steht es im Lagebericht des Landesgesundheitsamt vom Donnerstag. Bundesweit beträgt der Anteil etwa neun Prozent.

Das wichtigste Herkunftsland dieser im Lagebericht als „importiert“ bezeichneten Infektionen ist allerdings das gleiche wie für Gesamtdeutschland. Serbien liegt mit 37 Infizierten vor dem Kosovo (10), der bundesweit ebenfalls eine Rolle als Herkunftsland für Infektionen spielt. Dahinter landen die Türkei sowie Bosnien und Herzegowina mit allerdings nur noch einstelligen Infiziertenzahlen.

Der Balkan, und hier insbesondere der EU-Beitrittskandidat Serbien, ist aktuell das europäische Corona-Epizentrum. Hier steigen die Fallzahlen zuletzt stark an. Vor Reisen in diese Region wird gewarnt. Im EU-Mitgliedsland Kroatien treten zwar an der Grenze zu Serbien erhöhte Infiziertenzahlen auf, nicht aber in den Küstenregionen.

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