Coronavirus in den USA Biden lässt Einreiseverbot für Bürger des Schengen-Raums in Kraft

US-Präsident Joe Biden will auch Reisende aus Südafrika nicht mehr in die USA einlassen. (Archivbild) Foto: AFP/PATRICK SEMANSKY
US-Präsident Joe Biden will auch Reisende aus Südafrika nicht mehr in die USA einlassen. (Archivbild) Foto: AFP/PATRICK SEMANSKY

Der neue US-Präsident Joe Biden hatte es angekündigt: Das wegen der Corona-Pandemie geltende Einreiseverbot für Europäer bleibt in Kraft. Sein Vorgänger Donald Trump wollte es jüngst wieder aufheben.

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Washington - Der neue US-Präsident Joe Biden setzt das wegen der Corona-Pandemie geltende Einreiseverbot für Europäer wieder in Kraft. Biden werde am Montag anordnen, die von seinem Vorgänger Donald Trump verfügte Aufhebung der Einreisesperre für Reisende aus dem Schengen-Raum rückgängig zu machen, kündigte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses in Washington an. Auch das Einreiseverbot für Reisende aus Irland, Großbritannien und Brasilien bleibt demnach gültig.

Die Entscheidung der neuen US-Regierung kommt nicht überraschend. Trump hatte die Aufhebung der Einreisesperren vor einer Woche kurz vor dem Ende seiner Amtszeit angeordnet. Biden hatte jedoch umgehend angekündigt, die Anordnung Trumps nach seinem Amtsantritt wieder aufzuheben.

Sperre auch für Menschen aus Südafrika

Nach Angaben des Mitarbeiters will Biden zudem eine zusätzliche Einreisesperre für Menschen verhängen, die sich kürzlich in Südafrika aufgehalten haben. Grund dieser zusätzlichen Maßnahme ist die in den vergangenen Wochen in Südafrika aufgetretene neue Variante des Coronavirus, die als besonders ansteckend gilt. 

Die Einreisesperren sind Teil eines Maßnahmenpakets gegen die Corona-Pandemie, das der seit Mittwoch vergangener Woche amtierende Biden auf den Weg gebracht hat. So ordnete er unter anderem bereits an, dass aus dem Ausland eintreffende Flugreise in Quarantäne müssen.

420.000 Corona-Tote in den USA

Biden hatte nur einen Tag nach seiner Amtseinführung einen rund 200 Seiten langen Aktionsplan für den Kampf gegen das Coronavirus vorgestellt. Er will unter anderem die schleppende Impfkampagne beschleunigen, mehr Menschen testen lassen, mehr Personal im öffentlichen Gesundheitswesen einstellen und die Produktion von medizinischem Material steigern. Das Tragen von Schutzmasken wird bei Reisen zwischen Bundesstaaten in Zügen, Flugzeugen und Bussen Pflicht.

In den USA wurden mittlerweile fast 420.000 Corona-Tote verzeichnet, die mit Abstand höchste Zahl weltweit. Biden rechnet damit, dass schon im Februar die Schwelle von einer halben Million Todesopfern überschritten wird. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität haben sich in den USA inzwischen mehr als 25 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.




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