Coronavirus in Deutschland RKI-Zahlen vom Montag unvollständig

Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), gibt eine Pressekonferenz zur Entwicklung bei den Corona-Zahlen. (Archivbild) Foto: AFP/JOHN MACDOUGALL
Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), gibt eine Pressekonferenz zur Entwicklung bei den Corona-Zahlen. (Archivbild) Foto: AFP/JOHN MACDOUGALL

Die vom Robert-Koch-Institut (RKI) zum Wochenbeginn gemeldeten Infektionszahlen sind offenbar zu niedrig. Das RKI hatte 7141 neue Fälle auf seiner Internetseite gelistet, gut 5000 weniger als vor einer Woche.

Berlin - Die vom Robert-Koch-Institut (RKI) zum Wochenbeginn gemeldeten Infektionszahlen sind offenbar zu niedrig und entsprechen so nicht dem zuletzt festgestellten Abwärtstrend. Man prüfe derzeit, was der Grund für die wenigen Meldungen etwa aus Bayern und Rheinland-Pfalz seien, sagte eine Sprecherin des Instituts am Morgen auf Reuters-Anfrage.

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Das RKI hatte 7141 neue Fälle auf seiner Internetseite gelistet, gut 5000 weniger als vor einer Woche. Das wäre der niedrigste Stand an einem Montag seit Oktober gewesen. Auffällig ist allerdings, dass Bayern demnach nur rund 270 Fälle gemeldet hat, nachdem es vor einer Woche am Montag deutlich über 2000 waren. In Rheinland-Pfalz waren es nur insgesamt zwei. Auch Schleswig-Holstein meldete auffällig niedrige Zahlen.

Weitere Einschränkungen geplant

Allerdings waren die Zahlen im Wochentagsvergleich seit vergangenen Donnerstag regelmäßig zurückgegangen. Es waren in absoluten Zahlen die stärksten Rückgänge seit Beginn der Pandemie. Auch im prozentualen Rückgang liegen sie in der Größenordnung nach dem ersten scharfen Lockdown im Frühjahr 2020. Es hatte Befürchtungen gegeben, dass wegen Weihnachts- und vor allem Silvesterfeiern die Ansteckungen noch einmal stark steigen würden, was sich eigentlich jetzt in den Zahlen widerspiegeln müsste. Dies ist offenbar nicht der Fall.

Am Freitag hatte die Bundesregierung angekündigt, wegen hoher Infektionszahlen trotz weiterer Einschränkungen Anfang Januar das geplante Bund-Länder-Treffen auf diesen Dienstag vorzuziehen. Dabei sollen weitere Verschärfungen diskutiert werden. Ein Grund ist die Furcht vor ansteckenderen Virus-Varianten, wie sie sich in Großbritannien und Irland verbreiten. Zudem ist das Ziel, die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Fallzahlen über eine Woche pro 100.000 Einwohner, auf unter 50 zu drücken. Vor Weihnachten lag der Wert bundesweit bei fast 200, mittlerweile ist er auf unter 140 gesunken. Auch die Lage auf den Intensivstationen entspannt sich weiter.




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