Coronavirus in Europa EMA lässt Biontech-Impfstoff für Kinder zu

Grünes Licht der EMA (Symbolbild) Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Grünes Licht der EMA (Symbolbild) Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren gegeben.

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Frankfurt - Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) macht den Weg für Impfungen von Kindern mit dem Covid-19-Impfstoff von Biontech und Pfizer frei. Der zuständige EMA-Ausschuss empfahl am Donnerstag eine Erweiterung der Zulassung auf Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren. Die finale Entscheidung muss noch von der Europäischen Kommission gefällt werden, dies gilt aber als Formsache.

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Bislang ist das Vakzin in der Europäischen Union erst ab zwölf Jahren zugelassen. Die Impfung für Kinder enthält ein Drittel einer Erwachsenen-Dosis und wird ebenfalls zweimal im Abstand von drei Wochen in den Oberarm verimpft. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte am Montag erklärt, die gesamte EU erhalte die Lieferung des Kinder-Impfstoffs am 20. Dezember, Deutschland bekomme dann 2,4 Millionen Dosen auf einen Schlag.

Biontech bestätigte den Zeitplan. „Pfizer und Biontech gehen nach wie vor davon aus, dass die ersten Dosen am 20. Dezember an alle EU-Mitgliedsstaaten geliefert werden können. Mit der Lieferung an Deutschland kann etwa die Hälfte der in Deutschland lebenden Kinder zwischen fünf und unter zwölf Jahren geimpft werden“, erklärte eine Sprecherin des Mainzer Herstellers. Der Zeitplan sei immer wieder mit Vertretern der EU-Kommission besprochen und vergangene Woche final bestätigt worden. Eine frühere Lieferung sei nicht zu erwarten: „Alle vorgelagerten Prozesse wurden auf diesen Stichtag ausgerichtet.“

Stiko bereitet Empfehlung vor

Die Ständige Impfkommission (Stiko) bereitet eine Empfehlung zur Impfung von Kindern zum Start der ersten Lieferung vor. „Unser Ziel ist es, diese Empfehlung bis Ende Dezember, möglichst bis zum Start der Auslieferung des Kinder-Impfstoffs an die Länder, fertigzustellen“, hatte Stiko-Chef Thomas Mertens kürzlich gesagt. Bei der EU-Zulassung des Impfstoffs ab zwölf Jahren im Mai hatte die Stiko zunächst nur Impfungen von Jugendlichen mit Vorerkrankungen empfohlen. Erst im August hatte sie diese dann allen ab zwölf empfohlen und auf eine breitere Datengrundlage verwiesen, insbesondere aus dem amerikanischen Impfprogramm mit Millionen geimpften Jugendlichen.

Nach der Zulassung durch die Arzneimittelbehörde FDA Ende Oktober wurden in den USA bereits rund drei Millionen Kinder ab fünf Jahren mit Biontech geimpft, in Israel und Kanada sind die Impfungen in dieser Woche angelaufen. Nach Daten des Robert-Koch-Instituts ist in Deutschland die Sieben-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe der Fünf- bis 14-Jährigen derzeit mit 882,9 mit Abstand am höchsten, gefolgt von den 15- bis 34-Jährigen mit einer Inzidenz von 468. Insgesamt stieg die Inzidenz am Donnerstag auf eine Höchstmarke bei 419,7.




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