Kontrollen gegen Corona-Verstöße Maskenverweigerer sind die Ausnahme in der Bahn

Die Bundespolizei und Sicherheitsleute der Bahn überwachen die Maskenpflicht in Zügen. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth 11 Bilder
Die Bundespolizei und Sicherheitsleute der Bahn überwachen die Maskenpflicht in Zügen. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Die Deutsche Bahn will, dass die Menschen in der Adventszeit sicher reisen können. Deswegen starten nun intensive Kontrollen der Maskenpflicht in den Zügen.

Lokales: Christine Bilger (ceb)
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Stuttgart - Vor Weihnachten verstärken die Bahn und die Bundespolizei die Kontrollen in den Zügen der Deutschen Bahn. Sie schauen den Mitfahrenden genau auf die Nase: Sitzt die Maske richtig? Im ICE von Mannheim nach Stuttgart reicht am Montagmittag sechsmal ein kurzes Deuten auf die Nase oder ein leises „die Nase bitte auch“, und schon sitzen alle Mund-Nasen-Schutzbedeckungen richtig. Auch bei dem jungen Mann, der mit der Kapuze auf den Kopf in die Arme auf der Tischplatte in der zweiten Klasse gelegt hat. Ob er da wohl ohne Schutz ein Nickerchen hält? Nein, auch hier sitzt die Maske richtig.

Die Überwachung wird intensiviert

„Wir wollen, dass das Reisen in der Weihnachtszeit sicher ist. Das Tragen der Maske hat sich als wirkungsvoller Schutz gegen das Coronavirus erwiesen. Deswegen verstärken wir die Kontrollen“, sagt ein Sprecher der Bahn. Zwar raten Politiker und Mediziner weiterhin, die Kontakte auch an den Feiertagen zu minimieren. Aber wer reisen will oder muss, der solle sich auf die größtmögliche Sicherheit in den Zügen verlassen können. Die Lüftung in den ICE-Zügen sauge permanent Frischluft von außen an, auch das helfe, die Ansteckungsgefahr bei langen Zugfahrten zu minimieren.

Die Bahnen sind nicht stark ausgelastet

Die Abstände sind – zumindest an diesem Montag – locker einzuhalten. Die Sicherheitsleute der Bahn und die Bundespolizisten kommen bei ihrer Kontrolle im ICE von vorne nach hinten durch, ohne dass Gepäck oder um Sitzplätze diskutierende Menschen den Weg verstellen, wie man es sonst häufig von Reisen in der Adventszeit kennt. „Die Auslastung ist weiterhin sehr gering, da aktuell ja kaum Reisetätigkeiten möglich sind“, sagt der Bahnsprecher. Bei 20 bis 25 Prozent liege sie im Fernverkehr.

Nur in wenigen Fällen wird ein Bußgeld fällig

Die Quote der Maskenmuffel ist dabei gering. Die Bundespolizei habe seit Anfang November die Überwachung intensiviert und dabei im Bereich der Bundespolizeiinspektion Stuttgart 4080 Reisende ohne eine erforderliche Mund-Nasen-Bedeckung festgestellt, teilt der Pressesprecher Sebastian Maus mit. 4043 von ihnen setzten eine auf oder zogen ihre zurecht, als sie angesprochen wurden. Nur in 37 Fällen sei das zuständige Gesundheitsamt informiert worden, um ein Bußgeldverfahren einzuleiten, weil die Passagiere keinen Mund-Nasen-Schutz anlegen wollten.




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