Nach Partys in Kroatien Gruppe infiziert 14 Menschen in Stuttgart mit dem Coronavirus

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Erst hatte eine Gruppe von jungen Leuten sich in der Partyhochburg Novalja selbst angesteckt. Dann verbreiteten sie das Coronavirus bei einer Feier in Stuttgart weiter.

Feiern an der Adria: Novalja auf der kroatischen Insel Pag ist bei jungen Leuten, die gerne Party machen, sehr beliebt. Foto: mauritius images/Alamy
Feiern an der Adria: Novalja auf der kroatischen Insel Pag ist bei jungen Leuten, die gerne Party machen, sehr beliebt. Foto: mauritius images/Alamy

Stuttgart - Beim Gesundheitsamt der Stadt wächst die Sorge wegen Reiserückkehrern, die sich im Urlaub mit dem Coronavirus infizieren, denen die Ansteckungsrisiken für sich und andere aber hier wie dort gleichgültig sind. Jüngstes Beispiel: Am 1. August feierten rund 40 junge Leute in Stuttgart einen 27. Geburtstag. Wie sich nun herausstellt, waren acht von ihnen zuvor in der kroatischen Partyhochburg Novalja auf der Insel Pag in der Adria – und alle acht haben sich dort mit dem Coronavirus infiziert.

Extrem sorgloser Umgang mit der Pandemie

Wie im Urlaub feierte man in Stuttgart weiter – mit fatalen Folgen. Die Gruppe habe bei der Geburtstagsfeier „mindestens 14 weitere Personen angesteckt“, sagt Stadtsprecher Sven Matis. Und es könnten noch mehr werden, die Ermittlung von Kontaktpersonen laufe weiter. Von den 22 Infizierten stammen elf aus Stuttgart, elf aus dem Umland. Matis spricht von extrem sorglosem Umgang mit der Corona-Krise und meint damit die Abfolge: feiern im Ausland mit vielen Kontakten, einschleppen des Virus, weiter in großem Maße feiern und das Virus verbreiten.

Auch infizierte Abiturienten waren in Novalja

Auch die mittlerweile elf Abiturienten aus dem Landkreis Göppingen, die nach einer Abifahrt in Kroatien positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, kamen aus Novalja auf Pag zurück.

Inzwischen steigen die Infektionszahlen in Stuttgart denn auch wieder. Anfang August hat man an einem Tag 13 Neuinfizierte registriert, eine Zahl, wie man sie seit Mitte Mai nicht mehr erreicht hatte.




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