Coronavirus in Stuttgart Pandemie kostet Flughafen fast zehn Millionen Reisende

Große Leere über weite Strecken des Jahres: Der Flughafen Stuttgart verzeichnete 2020 viel weniger Reisende. Foto: Horst Rudel
Große Leere über weite Strecken des Jahres: Der Flughafen Stuttgart verzeichnete 2020 viel weniger Reisende. Foto: Horst Rudel

Die Passagierzahl in Stuttgart stürzte im vergangenen Jahr von knapp 13 Millionen auf gut drei Millionen ab. Das ist ein Minus von 74,8 Prozent. Die Flughafenchefs sind auch besorgt, was das neue Jahr angeht.

Stuttgart - Die Flughafengesellschaft in Stuttgart hat seit Jahreswechsel nachgerechnet, und jetzt steht es fest: Die Corona-Pandemie und die Reisebeschränkungen haben den Landesflughafen im Jahr 2020 rund zehn Millionen Fluggäste und die entsprechenden Umsätze gekostet.

Von 12 732 670 Millionen Passagieren ist das Aufkommen auf 3 213 695 Personen abgestürzt. Das bedeutet ein Minus von 9,52 Millionen Fluggästen oder umgerechnet 74,8 Prozent. Dabei ist noch zu berücksichtigten, dass das Reisegeschäft vor dem Ausbruch der Pandemie boomte und die Flughafen Stuttgart GmbH eigentlich mit einer weiteren Zunahme des Fluggastaufkommens gerechnet hatte. Für 2020 hatte sie nur deshalb einen leichten Rückgang auf 12,3 Millionen Reisende eingeplant, weil in dem Jahr große Teile der Start-und-Lande-Bahn saniert werden sollten.

Beim Frachtumschlag war es nicht ganz so düster

Die Zahl der Flugbewegungen ging 2020 weniger stark zurück, nämlich um 58,7 Prozent auf jetzt noch 58 803 Starts und Landungen. Der Umschlag von Luftfracht trotzte der Pandemie etwas besser. Er ging lediglich um 25,5 Prozent auf 19 083 Tonnen Cargo zurück.

Die Flughafen-Chefs schätzen die Lage der Fluggesellschaften und der Flughäfen in Deutschland als weiterhin „äußerst kritisch“ ein, wenngleich sie – trotz aller Unwägbarkeiten beim weiteren Verlauf der Pandemie und den Schutzmaßnahmen – in diesem Jahr mit einem fast doppelt so hohen Fluggastaufkommen in Stuttgart rechnen wie 2020. Die Flughäfen bräuchten nicht rückzahlbare Zuschüsse von Bund und Ländern, damit die Arbeitsplätze in der Branche erhalten werden, sagte Walter Schoefer, Sprecher der Geschäftsführung.




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