Coronavirus in Stuttgart Stadt öffnet die Fieberambulanz wieder

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Schnupfen, Niesen, Halsweh? Damit Patienten möglichst zügig zu einem Corona-Test kommen, soll das Testzentrum im Neckarpark wieder als Fieberambulanz arbeiten.

Reisende auf dem Flughafen von Split: Aus Kroatien kommen immer noch die meisten Infizierten. Foto: dpa/Miroslav Lelas
Reisende auf dem Flughafen von Split: Aus Kroatien kommen immer noch die meisten Infizierten. Foto: dpa/Miroslav Lelas

Stuttgart - Heiße Stirn, laufende Nase – im Herbst treten solche Symptome häufiger auf. Zur Abklärung, ob es sich um eine harmlose Erkältung handelt, dient ein Corona-Test. „In Vorbereitung auf die Erkältungszeit ist geplant, die Fieberambulanz im Herbst wieder zu eröffnen“, teilt die Stadt mit.

Die meisten Tests bei Urlaubern

Zur Erinnerung: Im März dieses Jahres war die Fieberambulanz im ehemaligen Reitstadion in Bad Cannstatt aufgebaut worden. Dorthin schickten niedergelassene Ärzte ihre Patienten mit schweren Infektionskrankheiten, um eine Corona-Ansteckung abklären zu lassen. Zum April zog die Fieberambulanz in die Jugendherberge am Neckarpark um, am 30. Juni schloss sie wegen sinkender Fallzahlen und ist seit August Testzentrum, vor allem für Reiserückkehrer.

Bis zum 1. September wollten sich auf ärztliche Überweisung dort nur rund zehn Prozent und auf Anweisung des Gesundheitsamts nur rund fünf Prozent der Klienten testen lassen, 65,1 Prozent der Termine seien an Reiserückkehrer vergeben worden. „Unter allen 549 Neuinfizierten seit dem 15. Juni 2020 machen die Reiserückkehrer mittlerweile fast 50 Prozent aus“, teilt die Stadt auf Anfrage mit, mehr als ein Drittel kam aus Kroatien.

Weniger ansteckende Infizierte

Die Zahl der bestätigten Fälle seit März lag am 1. September, 16 Uhr, bei 2116 Personen. Aktuell sind 268 Menschen in Stuttgart infiziert und ansteckend, acht weniger als am Vortag. 1781 Menschen sind seit März wieder genesen. Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage liegt bei 161 und damit gut halb so hoch wie die Zahl der Fälle, die einen zweiten Lockdown auslösen würde. Die Zahl der Verstorbenen blieb vergangene Woche unverändert bei 67.

Von einer zweiten Infektionswelle, wie sie von Virologen und Medizinern erwartet wird, will sich die Stadt nicht überrollen lassen. „Klinikum und Gesundheitsamt erarbeiten eine Konzeption für ein zentrales Pandemielager“, so die Pressestelle. Die dort vorzuhaltende Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel würden bereits jetzt in einem Logistikunternehmen gelagert. Falls auch die Masken, die das Land für das Personal an den Schulen ausgeben möchte, gelagert werden müssten, werde dies für die Stuttgarter Schulen möglich sein.




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