Coronavirus Karl Lauterbach fordert Schulschließungen bis Ostern

Ein Schulstopp sei nötig, „weil die Virusmutationen sich insbesondere bei den Jüngeren rasant ausbreiten“, so Lauterbach (Symbolbild). Foto: dpa/Matthias Balk
Ein Schulstopp sei nötig, „weil die Virusmutationen sich insbesondere bei den Jüngeren rasant ausbreiten“, so Lauterbach (Symbolbild). Foto: dpa/Matthias Balk

Angesichts wieder deutlich steigender Corona-Infektionszahlen fordert der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach einen Schulstopp bis Ostern – auch für Grundschüler.

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Berlin - Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen ein Maßnahmenpaket gefordert, darunter einen Schulstopp bis Ostern. „Die dritte Welle rollt bereits seit zwei Wochen durch Deutschland“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“ vom Montag. Um die Lage beherrschbar zu halten und die Krankenhäuser nicht zu überfordern, seien drei Maßnahmen erforderlich.

„Erstens muss die bei der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossene Notbremse konsequent gezogen werden, wenn in Regionen die Sieben-Tage-Inzidenz über 100 steigt“, forderte Lauterbach. „Ich rechne damit, dass wir trotz bestehender Lockdown-Regelungen Anfang April bundesweit diese Marke reißen werden. Es darf keine lokalen Ausnahmen bei der Notbremse geben.“

Lauterbach zum Thrombose-Risiko

Zudem müssten die Impfzentren konsequent die Erstimpfungen mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer und Astrazeneca fortsetzen und die Prioritätsgruppen strikt einhalten. „Das Thrombose-Risiko ist nicht erhöht, wie jüngste Studien aus den vergangenen Tagen zeigen“, betonte der SPD-Politiker.

„Drittens bin ich für einen Schulstopp, weil die Virusmutationen sich insbesondere bei den Jüngeren rasant ausbreiten“, sagte Lauterbach. „Ich appelliere an die Länder, alle Schulen bis Ostern wieder zu schließen, auch die Grundschulen.“

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Nur wenige Abweichungen sollten erlaubt sein. „Eine Ausnahme dürfen nur die Schulen machen, die bereits die Schüler zweimal pro Woche mit Schnelltests testen können.“ Es sei ein Fehler gewesen, die Schulen „ohne flächendeckend funktionierende Testabläufe zu öffnen“.




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