Coronavirus Kirchheim führt Maskenpflicht ein

Ohne Maske soll in Kirchheim  nicht mehr eingekauft werden. Foto: dpa/Herbert P. Oczeret
Ohne Maske soll in Kirchheim nicht mehr eingekauft werden. Foto: dpa/Herbert P. Oczeret

Die Stadt Kirchheim/Teck im Kreis Esslingen führt nach Sulz am Neckar (Landkreis Rottweil) als zweite Stadt in Baden-Württemberg eine Maskenpflicht ein.

Kultur: Kathrin Waldow (kaw)
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Kirchheim/Teck - Die Stadt Kirchheim bereitet die Einführung einer Maskenpflicht vor. In der kommenden Woche soll sie in Kraft treten. Das geht aus einer am Freitag verbreiteten Mitteilung der Stadtverwaltung hervor.

Das Geschehen auf dem Kirchheimer Wochenmarkt mit seinen zahlreichen Besuchern habe die Stadtverwaltung dazu bewogen, eine Maskenpflicht einzuführen. Kunden des Marktes sollten die dringende Empfehlung von Bund und Ländern berücksichtigen und bereits am Samstag, 18. April, eine Alltagsmaske tragen, heißt es aus dem Rathaus der Teckstadt.

Dabei wurde bereits mit der Erweiterung der Marktfläche in Richtung Marktstraße etwas unternommen, um die vorgeschriebenen Mindestabstände einhalten und die Situation entzerren zu können. Die Maskenpflicht soll nun die Abstandsregelung ergänzen. Mit den Maßnahmen hofft man die Ausbreitung des Coronavirus weiter eindämmen zu können.

Neuer Bürgermeister als Krisenmanager

Der Kreis Esslingen ist mit hohen Fallzahlen einer der am stärksten betroffenen Kreise in Deutschland. Laut dem baden-württembergischen Gesundheitsamt sind hier bislang 1468 Menschen an dem Virus erkrankt und 53 Menschen verstorben

Das Tragen einer Alltagsmaske, eines Schals, Tuchs oder eines anderen, geeigneten Hilfsmittels soll laut der Kirchheimer Stadtverwaltung an den Orten gelten, an denen Menschen engere Begegnungen nicht vermeiden und den Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhalten können, etwa beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Der Oberbürgermeister der Stadt, Pascal Bader, hatte sich mit seinem Krisenmanagement in der Corona-Zeit bereits hervorgetan. Mit regelmäßigen Videobotschaften zeigt er Bürgernähe und scheint Transparenz vermitteln zu wollen. Frühzeitig wurden etwa die Bürgerseen abgesperrt. Nun setzt er mit der Einführung der Maskenpflicht ein weiteres Zeichen: „Wenn wir einfache Hygieneregeln beachten hat jede Bedeckung mehr Schutzwirkung für Träger und Gegenüber als keine“, so Bader in dem Schreiben. Wichtiger als die Form des Schutzes sei es, diesen richtig zu tragen, regelmäßig zu wechseln und heiß zu waschen, heißt es weiter. Der Stadt sei zudem an einer einheitlichen Regelung für den Markt und den Einzelhandel gelegen.

In Baden-Württemberg hatte zunächst Sulz am Neckar im Kreis Rottweil als erste Stadt eine Maskenpflicht eingeführt. Zuvor hatten bereits Jena in Thüringen und Hanau in Hessen das Tragen von Masken für verbindlich erklärt. Sachsen hatte am Freitag ebenfalls eine Maskenpflicht für den Einzelhandel und Nahverkehr beschlossen. Ansonsten wird das Tragen einer Alltagsmaske im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus landes- und bundesweit bisher lediglich empfohlen.

Damit eine Versorgung mit den Alltagsmasken erleichtert wird, will die Stadt Kirchheim bald darüber informieren, wo es Masken gibt. Nähereien, Läden und Apotheken, die Masken zum Verkauf anbieten, können sich unter wifoe@kirchheim-teck.de oder unter der Telefonnummer 07021 502-275 an die Wirtschaftsförderung der Stadt wenden.




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