Wo bekommt man derzeit problemlos einen Impftermin?
Die Landeshauptstadt Stuttgart hat am Donnerstag rund 300 Impftermine in der Liederhalle für diese und die kommende Woche ins Internet gestellt. „Wir sind in der glücklichen Lage, ein Sonderkontingent des Impfstoffes Vaxzevria von Astrazeneca erhalten zu haben“, erläutert Annette Seifert vom Klinikum Stuttgart. Nun seien in der Liederhalle auch Erstimpfungen ohne Wartezeiten und unkompliziert möglich. „Die mRNA-Impfstoffe – also Biontech und Moderna – werden voraussichtlich ab der zweiten Julihälfte in größeren Mengen zur Verfügung stehen“, sagt sie.
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Das Impfzentrum im Robert-Bosch-Krankenhaus verfügt derzeit ebenfalls über zusätzliche Impfdosen von Astrazeneca. Wer über 60 Jahre alt ist, kann über die Website www.impfterminservice.de einen Termin buchen. Jüngere Impfwillige können seit Dienstag auch eine Mail an die Adresse astrazeneca@rbk.de schreiben. Angegeben werden müssen dabei der Name und der Vorname, das Geburtsdatum, die Adresse, die Telefonnummer sowie die eigene zeitliche Verfügbarkeit. Die Impfungen werden montags bis sonntags durchgeführt, jeweils von 8 bis 15 Uhr. Die Impfwilligen erhalten den Termin dann per Mail mitgeteilt.
Wer erhält die Impfdosen von Johnson & Johnson?
Der Bund hat für Anfang Juli eine zusätzliche Lieferung des Impfstoffs von Johnson & Johnson nach Baden-Württemberg angekündigt. Das Land verteilt diese Lieferung gezielt an die Städte und Landkreise, in denen bisher Coronafälle mit der Delta-Variante nachgewiesen wurden. Umso höher die Verbreitung der Delta-Variante in dem jeweiligen Stadt- oder Landkreis ist, desto mehr Dosen erhält das jeweilige Impfzentrum. So sollen Stuttgart sowie die Landkreise Esslingen, Göppingen und Ludwigsburg jeweils 700 zusätzliche Dosen von Johnson & Johnson erhalten, der Kreis Böblingen 500. Bei diesem Impfstoff ist nur eine Spritze nötig, keine zwei. Man gilt also bereits zwei Wochen nach der einmaligen Impfdosis als vollständig geimpft.
Wie viele Impfdosen kommen zurzeit in der Region Stuttgart an?
Im Zentralen Impfzentrum des Klinikums Stuttgart wurden vergangene Woche rund 25 000 Impfungen durchgeführt. Darin sind auch die Spritzen inbegriffen, die die mobilen Impfteams des Klinikums setzen. Momentan könne das Klinikum rund 4000 Impfungen täglich durchführen. Sobald mehr Impfstoff geliefert werde, könnten aber mehr als 5000 Menschen pro Tag geimpft werden, sagt Annette Seifert vom Klinikum.
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Im Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) sowie durch die mobilen Impfteams des RBK werden derzeit rund 15 000 Impfungen pro Woche durchgeführt. Allerdings warnt die Sprecherin Britta Käppeler: „Aufgrund der Impfstoffknappheit werden wir in den kommenden Wochen voraussichtlich weniger Impftermine anbieten können.“ Bereits vereinbarte Impftermine müssten aber nicht abgesagt werden. In den Kreisimpfzentren in den Landkreisen Böblingen, Göppingen, Esslingen und Rems-Murr werden derzeit etwa 6500 bis 6700 Impfungen pro Woche durchgeführt. In Ludwigsburg sind es etwas mehr; dort wurden diese Woche rund 8400 Spritzen gesetzt, kommende Woche sollen es sogar rund 12 600 sein, kündigt Andreas Fritz aus dem dortigen Landratsamt an.
Sind das größtenteils Zweitimpfungen?
Ja, derzeit ist das so. In den beiden Kreisimpfzentren des Landkreises Esslingen liegt der Anteil der Erstimpfungen momentan sogar nur im unteren einstelligen Prozentbereich. Das liege an den geringen Liefermengen, sagt Andrea Wangner aus dem Esslinger Landratsamt. Da die Zweitimpfungen aber bald abgeschlossen seien, gehe man davon es, dass es bald mehr Erstimpfungen gebe. Auch in den anderen Landkreisen Göppingen, Böblingen, Ludwigsburg und Rems-Murr liegt der Anteil der Erstimpfungen derzeit bei maximal einem Viertel, im Robert-Bosch-Krankenhaus bei immerhin einem Drittel. Überall geht man aber davon aus, dass in den kommenden ein bis zwei Wochen deutlich mehr Ersttermine angeboten werden können.
Stürmen die Jugendlichen die Impfzentren?
Nein. Nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission werden nur Personen unter 18 Jahren geimpft, bei denen eine medizinische Notwendigkeit besteht, zum Beispiel wenn diese chronische Lungenerkrankungen oder Herzprobleme haben, unter Diabetes mellitus leiden oder stark übergewichtig sind. Im Impfzentrum des Stuttgarter Klinikums wurden bis zuletzt rund 7500 Personen geimpft, die jünger als 20 Jahre alt sind, dabei handele es sich vor allem um Jugendliche über 16 Jahren, heißt es. In den Landkreisen rund um Stuttgart sind es deutlich weniger. So wurden im Kreisimpfzentrum in Göppingen bisher lediglich etwas mehr als 50 Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 15 Jahren geimpft.
Bilden sich Schlangen vor den Impfzentren?
Manchmal schon. In den Impfzentren an der Landesmesse sowie in Esslingen bilden sich am Morgen und kurz vor der Mittagszeit Schlangen, sagt Andrea Wangner aus dem Esslinger Landratsamt. Das liege daran, dass viele Impflinge zu früh kämen. Derzeit werde das toleriert, sofern diejenigen nicht benachteiligt würden, die pünktlich kämen. „Wenn sich die Impfzahlen wieder erhöhen, müssen wir aber wieder verstärkt darauf achten, dass die Impfwilligen die gebuchten Terminzeiten auch einhalten.“ In Göppingen stünden gegen Ende des Tages gelegentlich Menschen an, weil einige auf eine spontane Impfung spekulierten, sagt Clarissa Weber aus dem dortigen Landratsamt.
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