Coronavirus breitet sich aus Elsass und Lothringen als Risikogebiete eingestuft

Von red/dpa 

Das Robert-Koch-Institut hat die an Deutschland grenzenden ostfranzösischen Gebiete Elsass und Lothringen als Coronavirus-Risikogebiet eingestuft.

Das  Europaparlament in Straßburg. Foto: dpa/A2070 Rolf Haid
Das Europaparlament in Straßburg. Foto: dpa/A2070 Rolf Haid

Berlin - Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft die an Deutschland grenzenden ostfranzösischen Gebiete Elsass und Lothringen als Coronavirus-Risikogebiet ein. Auch die Region Champagne-Ardenne, die eine Grenze mit Belgien teilt, gelte als Risikogebiet, gab das RKI am Mittwoch auf seiner Homepage bekannt. Die drei Gebiete bilden zusammen die Region Grand Est. Sie grenzt an Baden-Württemberg, an das Saarland und an Rheinland-Pfalz.

Risikogebiete sind nach RKI-Angaben Gegenden, in denen eine fortgesetzte Virus-Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann. Das Institut hatte am Dienstag ganz Italien zum Risiko-Gebiet erklärt. Schon länger gilt diese RKI-Einstufung für Provinzen in China und Südkorea sowie den Iran.

Haut-Rhin besonders betroffen

Eine Sprecherin der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe sagte, es gebe Anfragen besorgter Unternehmen wegen der Situation im Elsass, ohne das konkret auszuführen. Die höchste Pendlerzahl im Bereich Mittlerer Oberrhein hat der Kreis Rastatt mit 5100. In Karlsruhe sind es knapp 2500, im ganzen Bereich knapp 10 000.

Lesen sie auch unseren Newsblog zum Coronavirus

Besonders betroffen von der Epidemie ist das südelsässische Département Haut-Rhin. Das baden-württembergische Gesundheitsministerium in Stuttgart empfahl bereits am Montag all denen, die von dort aus zur Schule oder zur Arbeit nach Baden-Württemberg pendeln, nach Möglichkeit zunächst für zwei Wochen zu Hause zu bleiben. Rund 46 000 Berufstätige pendeln täglich aus dem gesamten Elsass ins Badische zur Arbeit, in der Gegenrichtung sind es 2000.

Unsere Empfehlung für Sie