Coronavirus stoppt Hallenradsportler WM in Stuttgart um ein Jahr verschoben

Von Jochen Klingovsky 

Die Weltmeisterschaften der Kunstradfahrer und Radballer hätten vom 27. bis zum 29. November in Stuttgart stattfinden sollen. Nun sind sie auf Oktober 2021 verschoben worden.

2016 fand die letzte Hallenradsport-WM in Stuttgart statt. Foto: Baumann
2016 fand die letzte Hallenradsport-WM in Stuttgart statt. Foto: Baumann

Stuttgart - Das Sportjahr 2020 wäre in Stuttgart reich an Großveranstaltungen gewesen – nun ist auch die einzige Weltmeisterschaft verschoben worden. Die Titelkämpfe der Kunstradfahrer und Radballer hätten vom 27. bis zum 29. November stattfinden sollen, bereits zum dritten Mal nach 2010 und 2016. Damals war die Porsche-Arena jeweils an allen drei Tagen mit rund 6000 Zuschauern voll besetzt, und auch für die WM 2020 sind bereits 3500 Dauerkarten abgesetzt worden. „Wir tragen gegenüber den Athleten eine hohe Verantwortung, müssen auch an die Gesundheit von Fans und Betreuern denken“, sagt Rudolf Scharping, der Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), „in Corona-Zeiten sind Meisterschaften im Hallenradsport, die von der Begeisterung des Publikums leben, nicht durchführbar. Es konnte daher keine andere Entscheidung getroffen werden.“

Lesen Sie hier: Kunstradfahrerin Viola Brand und der Promi-Faktor

Aufgeschoben ist allerdings nicht aufgehoben. Wie die Straßen-DM der Radprofis soll auch die Hallenrad-WM statt 2020 nun 2021 stattfinden. Neuer Termin ist vom 29. bis zum 31. Oktober. Die Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit, können bei Easy Ticket aber auch zurückgegeben werden. „Die Pandemie erfordert eine neue Planung“, erklärt Andreas Kroll, der Geschäftsführer der in.Stuttgart, „ich bin sicher, dass wir 2021 eine stimmungsvolle WM erleben. 3500 verkaufte Tickets zu einem so frühen Zeitpunkt zeigen, wie beliebt die Titelkämpfe sind.“

Hart getroffen werden von der Verschiebung die Athleten – sie stehen nicht oft im Fokus, ein Jahr ohne WM schmerzt umso mehr. „Ich bin sehr, sehr enttäuscht“, sagt Lukas Kohl, der Einer-Weltmeister. Und BDR-Vizepräsident Harry Bodmer meint: „Es blieb uns keine andere Wahl, als die WM zu verschieben. Unser Ziel muss nun sein, den Sportlern die nötige Unterstützung zu geben, um auch 2021 ein starkes Team zu haben.“

Unsere Empfehlung für Sie