Coronavirus Studie: Lockdowns führten zu deutlichem CO2-Rückgang

Von red/dpa 

Die Corona-Beschränkungen haben weltweit zu einem deutlichen Rückgang beim Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid geführt. Die größten Effekte zeigen sich demnach beim Verkehr.

Die Corona-Beschränkungen haben  zeitweise weniger Verkehr zur Folge gehabt. Foto: AFP/TOLGA AKMEN
Die Corona-Beschränkungen haben zeitweise weniger Verkehr zur Folge gehabt. Foto: AFP/TOLGA AKMEN

Potsdam - Die Corona-Beschränkungen haben weltweit zu einem deutlichen Rückgang beim Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid geführt. So seien im ersten Halbjahr 2020 insgesamt 1,6 Milliarden Tonnen weniger oder 8,8 Prozent weniger CO2 in die Atmosphäre gepustet worden als im Vorjahreszeitraum, berichtete das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am Mittwoch. Zeitreihen zeigten, wie der Emissionsrückgang mit den Lockdowns in den einzelnen Ländern korrespondiert habe, sagte Hauptautor Zhu Liu von der Tsinghua-Universität Peking. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt „Nature Communications“ veröffentlicht.

Im April, als die meisten Länder wegen vieler Corona-Infektionen ihr öffentliches Leben zurückfuhren, seien die Emissionen sogar um 16,9 Prozent zurückgegangen.

Die Forscher griffen auf Zahlen des Projekts Carbon Monitor zurück. Die größten Effekte auf die CO2-Emissionen zeigen sich demnach beim Verkehr. Die meisten Volkswirtschaften hätten nach dem Ende starker Beschränkungen aber in vielen Bereichen wieder ihr gewohntes Kohlendioxid-Niveau erreicht. Selbst wenn sie auf den niedrigeren Werten verharrten, würde sich dies nur geringfügig auf die langfristige CO2-Konzentration in der Atmosphäre auswirken. Die Forscher fordern daher, dass die Wirtschaft den CO2-Ausstoß verringern muss.

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