Coronavirus und Stuttgarter Start-ups Ein Drittel sieht die Existenz bedroht

Von  

Die Corona-Krise beutelt auch die Stuttgarter Start-up-Szene heftig – das belegt eine aktuelle Umfrage der Börse Stuttgart.

Ein Start-up-Treffen in Stuttgarter Gründerzentrum Steyg. Die Sorgen der Gründer wachsen. Foto: Steyg
Ein Start-up-Treffen in Stuttgarter Gründerzentrum Steyg. Die Sorgen der Gründer wachsen. Foto: Steyg

Stuttgart - Auch Start-ups in Stuttgart leiden zusehends unter der Corona-Krise. Bereits mehr als die Hälfte der jungen Firmen in der Stadt bewerten die aktuelle Geschäftslage kritisch. Vier von fünf Unternehmen erwarten zudem eine weitere Verschlechterung in den kommenden drei Monaten. Ein Drittel sehen die Situation sogar als potenziell existenzbedrohend an. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage von Startbase, einer von der Börse Stuttgart betriebenen Online-Plattform für Start-ups. Für das Stimmungsbarometer wurden rund 50 Start-ups aus Stuttgart befragt.

Aktuelle Notfallhilfen nur bedingt geeignet

Neben einbrechenden Umsätzen ist vor allem die Finanzierung kritisch. Zwei Drittel der Befragten sehen Probleme bei der Beschaffung von Fremdkapital voraus. Die aktuellen Notfallhilfen der Politik sind für Start-ups nur bedingt geeignet. Gut ein Drittel der Befragten hat Kurzarbeit angemeldet oder steht kurz davor. Doch ein weiteres gutes Drittel hält dieses Instrument für die eigene Situation für ungeeignet. Nur 25 Prozent der Start-ups wollen und können steuerliche Erleichterungen nutzen. Für weitere 25 Prozent kommen sie von vornherein nicht infrage.

Die Umstellung aufs virtuelle Arbeiten hingegen halten vier von fünf Stuttgarter Start-ups für kein Problem. Nur knapp zwölf Prozent nannten dies eine größere Herausforderung.

Unsere Empfehlung für Sie