Coronakrise in Stuttgart Wilhelma verliert zwei Millionen Euro

Von Konstantin Schwarz 

Um Ostern erlebt der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart den ersten Besucheransturm des Jahres, der die Kassen füllt. Daraus wird nun nichts. Das könnte Auswirkungen auf geplanten Bauvorhaben zeigen.

Die Tiere in der Wilhelma werden weiter versorgt, die Anlage wird instand gehalten. Doch weil der Zoo gesperrt ist, fallen beträchtliche Einnahmen weg. Foto: Lichtgut/Julian Rettig
Die Tiere in der Wilhelma werden weiter versorgt, die Anlage wird instand gehalten. Doch weil der Zoo gesperrt ist, fallen beträchtliche Einnahmen weg. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Stuttgart - Der Verband der Zoologischen Gärten in Deutschland hat am Dienstag einen Hilferuf an Bundeskanzlerin Angela Merkel gesendet. Die Zoos bitten um eine Soforthilfe in Höhe von 100 Millionen Euro. Die Wilhelma habe Kosten von rund 70 000 Euro pro Tag, so Direktor Thomas Kölpin auf Anfrage. Wegen der Coronakrise ist sie seit dem 17. März und bis mindestens 20. April geschlossen. In dieser Zeit besuchen sonst rund 270 000 Menschen den Zoo.

„Wir verlieren durch die Schließung mehr als zwei Millionen Euro, und ich befürchte, dass sie noch länger andauern wird“, so Kölpin. Besitzern von Jahreskarten soll die Gültigkeit der Karte um die Schließtage verlängert werden. Die Wilhelma ist ein Landesbetrieb. „Wir hoffen auf Unterstützung, sodass wir unsere Rücklagen, die für Neubauten vorgesehen sind, erhalten können“, so der Direktor. Ansonsten müssten Bauvorhaben verschoben werden.

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