Für die Rechte von queeren Personen, anderen Minderheiten und gegen den Rechtsruck demonstrierten am Samstag zahlreiche Teilnehmende rund um den Schlossplatz.
Rund um den Schlossplatz in Stuttgart sind am Samstagnachmittag zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen, um sich bei der Critical Pride Demonstration nach Angaben der Veranstalter für eine „gerechte und freie Gesellschaft einzusetzen, in der queeres Leben in all seinen Facetten selbstverständlich ist.“ Nach ersten Angaben der Polizei verlief der Protest ohne Zwischenfälle.
Ein Bündnis aus sechs Organisationen hatte zu der Veranstaltung aufgerufen, die um 15 Uhr am Schlossplatz in der Innenstadt startete. Nach einer ersten Kundgebung zogen die Teilnehmenden dann zum Rotebühlplatz, wo unter schwenkenden Flaggen, darunter auch mehrere Palästina- und Pride-Flaggen, und vereinzelten Rauchfackeln eine weitere Kundgebung stattfand. Auf Transparenten wurde zudem auch die Freilassung der in Ungarn inhaftierten Antifa-Person Maja gefordert, die wegen eines bewaffneten Angriffs auf mutmaßliche Rechtsextremisten in Budapest angeklagt ist.
Im Anschluss ging es für den Zug auf einem Rundweg wieder zurück zum Schlossplatz, wo die Veranstaltung nach weiteren Ansprachen und Musik schließlich endete.
Die Veranstalter wollen mit der Critical Pride auch an die Stonewall-Unruhen 1969 in New York erinnern, die für die LGBTQIA+-Community im Kampf um Gleichberechtigung und Anerkennung einen wichtigen Wendepunkt darstellen.
Nach der Demonstration hatten die Veranstalter noch zu einem Innenhoffest mit Live-Musik, Infoständen und Beisammensein in Bad Cannstatt eingeladen. Am 26. Juli findet zudem in Stuttgart der Christopher-Street-Day statt.