An diesem sonnigen dritten Advent bei rund 20 Grad zeigte sich die eigens für die EM aufgeschüttete Strecke im portugiesischen Lagoa von ihrer schönsten Seite. „Es war kein Regen- oder Matsch-Crosslauf, sondern richtig tolles Wetter“, sagt Emily Junginger über den Wettkampftag. Die Leichtathletin des VfL Sindelfingen erlief in der Altersklasse U20 den 18. Platz, während es ihr Vereinskollege Kurt Lauer in der U23 mit Rang 19 ebenfalls unter die Top Twenty Europas schaffte.
Nach drei Runden auf dem 1500-Meter-Kurs kam die 19-jährige Junginger mit einer Zeit von 15:39 Minuten ins Ziel, exakt 64 Sekunden hinter der Siegerin aus Großbritannien. Ganz zufrieden war die deutsche Vizemeisterin am Ende aber nicht: „Der Start war sehr turbulent, da wurde ich ziemlich nach hinten geschubst. Und das Finish hätte besser sein können, dann hätte ich dem Team noch mehr helfen können.“
Jene Deutschland-Auswahl ergatterte den fünften Platz in der Teamwertung. „Wir hatten alle keinen perfekten Tag“, räumt Junginger ein. In Anbetracht der Umstände zeigte sie sich aber dennoch zufrieden: „Ich hatte sportlich ein extrem schwieriges Jahr und keine großen Erwartungen an die EM. Insgesamt war es ein guter Jahresabschluss.“
Sein Soll erfüllt hat auch Kurt Lauer. „Ich wollte in die Top Twenty, und das habe ich auch geschafft“, sagt der U23-Sportler zufrieden. 18:26 Minuten benötigte er für die vier Runden auf der herausfordernden Strecke an der Algarve-Küste. „Es ist ein technisch sehr anspruchsvoller Kurs. Für meine Verhältnisse war es etwas zu bergig, aber dafür war der Untergrund fest und nicht so matschig wie in Deutschland oft“, urteilt der deutsche Crosslauf-Meister seiner Altersklasse über das Geläuf.
Rasant ging das Rennen mit rund 80 Teilnehmern los, lange konnte sich Lauer unter den besten zehn Athleten halten. „In Runde drei habe ich dann etwas den Anschluss verloren, bin aber nicht komplett eingebrochen“, sagt der 22-Jährige, der zusammen mit zwei Kollegen ebenfalls den fünften Platz in der Teamwertung holte.