Crowdfunding-Kampagne startet Die Cannstatter Kulturinsel bittet um Spenden

Von Frank Rothfuss 

Die Kulturinsel in Bad Cannstatt versucht mit Hilfe von Spenden eine Finanzierungslücke zu schließen und so den Betrieb aufrecht zu erhalten. Sie hat eine Crowdfunding-Kampagne im Internet begonnen. Bis Ende Oktober will man ein bestimmte Summe einsammeln.

Großer Andrang bei der Kulturinsel in Bad Cannstatt. Foto: Lichtgut/Oliver Willikonsky
Großer Andrang bei der Kulturinsel in Bad Cannstatt. Foto: Lichtgut/Oliver Willikonsky

Stuttgart - Die Kulturinsel in Bad Cannstatt versucht mithilfe von Spenden eine Finanzierungslücke zu schließen und so den Betrieb aufrechtzuerhalten. Sie hat nun, wie bereits in dieser Zeitung angekündigt, eine Crowdfunding-Kampagne im Internet begonnen. Bis Ende Oktober will man auf diesem Wege 30 000 Euro einsammeln. Am ersten Tag kamen 1630 Euro zusammen.

Organisatorin Corinna Groß sagt: „Innerhalb der letzten fünf Jahre haben wir auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs in Bad Cannstatt eine ganz besondere Oase der Subkultur geschaffen. In diesem Jahr stoßen wir erstmals an unsere finanziellen Grenzen.“

Die Kulturinsel sei privat finanziert und somit auch auf private Spenden angewiesen. Nun ist kürzlich der größte private Geldgeber unerwartet abgesprungen. Eine weitere Hiobsbotschaft kam hinzu: „Wir wurden von einer Stiftung gefördert, die uns für 2017 eine Spende versprach, aus der aber doch nichts geworden ist.“ Mit dem Geld habe man fest gerechnet, jetzt fehle das aber.

Momentan wisse man nicht, ob man in zwei Monaten die Löhne noch zahlen könne. Wenn nicht bald etwas passiert, werde man die Kulturinsel massiv verkleinern müssen. So weit soll es aber nicht kommen. Deshalb nun also das Crowdfunding.

Das Areal der Kulturinsel soll zum Sanierungsgebiet Veielbrunnen in Bad Cannstatt hinzugefügt werden. Es bleibt also erhalten. Wie es weitergeht, ist allerdings noch nicht klar. „Es wird eine Machbarkeitsstudie erstellt, in der die Bedürfnisse an das Areal ermittelt werden“, sagt Groß. „Es bleibt erst mal abzuwarten, welche Fläche wir für die Zukunft bekommen werden .“

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