Cycle Days in Böblingen Nicht nur etwas für Fahrradbegeisterte

Rund um die Wandelhalle waren allerlei verschiedene Zweiräder zu sehen. Foto: /Stefanie Schlecht

Bei den Böblinger Cycle Days gab es etliche Angebote für Radfahrer. Aber es wurde auch Breakdance gezeigt und ein Parcours aufgebaut, der für Behinderungen sensibilisiert.

Alles dreht sich ums Fahrrad – zumindest war dies am Samstag bei der dritten Auflage der Böblinger Cycle Days so. Rund um die Wandelhalle am Oberen See sowie auf dem Parkdeck der Kongresshalle wurden Stände rund ums Zweirad aufgebaut, zudem gab es Ausfahrten in den Schönbuch. „Wir wollen alle Facetten des Fahrrads und die ganze Vielfalt der Bewegung abdecken“, haben sich die Organisatoren David Frerot und Jörg Litzenburger auf die Fahnen geschrieben.

 

Mit Gravel- oder E-Bike zum Schönbuchturm

Beim offiziellen Auftakt sagte der Böblinger Landrat Roland Bernhard: „Wir sind auch ein Fahrrad-Landkreis.“ Immerhin gebe es ein knapp 1000 Kilometer langes Radnetz in und rund um Böblingen, zudem würden Fahrardschnellwege verstärkt ausgebaut. „Wir müssen die Radkultur in die Köpfe der Menschen bekommen“, sagte Bernhard und appellierte an die Bevölkerung das Fahrrad oder E-Bike nicht nur in der Freizeit, sondern verstärkt auch für ganz alltägliche Fahrten zum Bäcker oder zur Arbeit zu nutzen.

Um sich im Rahmen der Cycle Days auch aktiv per Zweirad bewegen zu können, standen erstmals zwei geführte Ausfahrten zum Schönbuchturm, inklusive Einkehr und Stärkung im Naturfreundehaus Herrenberg, auf dem Programm. Rund 40 Kilometer legten die rund zwei Dutzend Interessierten entweder mit dem Gravelbike (also Rennräder, die auch für Schotter- und Waldwege geeignet sind) oder mit dem E-Bike zurück. Auch Roland Bernhard ließ sich eine Teilnahme nicht nehmen. Mangels Anmeldungen abgesagt wurde dagegen das für Sonntag direkt im Anschluss an den Stadtlauf geplante „Behörden-Race“ mit Läufern und Radfahrern.

Pumptrack und Breakdance

Bewegungsangebote gab es dennoch auch am Samstag neben den Radausfahrten eine ganze Menge. Interessierte durften sich auf der eigens aufgebauten Pumptrack mit schwungvoller Berg- und Talfahrt versuchen. Ab 14 Uhr lud ein Breakdance Contest unter Federführung des Böblinger Jugendhauses Casa Nostra zum Mitmachen ein.

Nebenan konnten sich auch Nicht-Behinderte auf einem Blinden- oder Rollstuhl-Parcours in die Situation von Mitmenschen mit Handicap hineinversetzen. „Es ist wichtig, dass der Radboom an Eingeschränkten nicht vorbei geht“, lobte Landrat Roland Bernhard das Angebot des Stuttgarter Vereins Kubus.

Hohe Nachfrage nach Schutz vor Diebstahl

Zudem wurde für die „Brezel Races“ am 15. September geworben, welche sich an sportlich ambitionierte Hobby-Radler richtet. Die Touren sind wahlweise 60 oder 110 Kilometer lang. Start und Ziel ist in Stuttgart, in weiten Teilen führen die Radrennen aber auch den Landkreis Böblingen.

Polizeibeamte zeigten unterdessen unter dem Motto „Sicherer Landkreis“, was gegenseitigen Respekt auch auf der Straße bedeutet. Und selbstverständlich gab es jede Menge spannende Fahrräder zu sehen; ob mit oder ohne unterstützenden Elektromotor. Vom Mountainbike, über reinrassige Rennräder bis hin zu Lastenrädern für die ganz praktische Nutzung auch im beruflichen Alltag. Beim Stand des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) konnten eigene Räder zu Schutz vor Diebstahl auch codiert werden. „Die Ersten waren schon da, bevor es überhaupt los ging“, hieß es von dort.

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